Domanovszky Sándor: József nádor iratai III. 1807-1809. (Budapest, 1935)

1807 okt.-dec.

Ouriae eine engere Conferenz, wobei jedoch nur 5 bis 6 der ersten der Stände und 3 von den proceribus zugegen waren, abgehalten und in selber sowohl das angezogene Rescript, als auch die Fra­gen wegen den Subsidien debattirt. Nach vielen über dem Inhalt dieses Rescripts, über den darinn enthaltenen terminum praeclusi gewechselten Erinne­rungen stimten doch alle anwesende Mitglieder in dem überein, man müsse die Geschäfte dahin zu leiten trachten, daß vor allem die Stände ihre Reflexionen über die 3 königliche Resolutionen von Monat [Septemjber Eurer Majestät unterlegen, ihre Bitten, die sie vom Anfange des Landtags her gemacht, wen sie noch ferners darauf bestünden, wiederhohlen sollen, jedoch wenigstens in pleno die Erklärung machen müsten, daß wenn auch diese ihre Bitten nun nicht erfüllt werden könnten, dennoch beede Subsidien geleistet und nach erfolgter Resolution die dazu ge­hörigen Artikeln der königlichen Sanction unterbreitet würden. Man kam ferners darin Übereins, daß wegen dem termino praeclusi eine Bemerkung gemacht, damit eine solche Verfügung für die Zukunft kein Praejudiz nach sich ziehe, übrigens aber die Sache dergestalt beschleiniget werden solle, daß man mit Ende der folgenden Woche die hierwegen zu erlassende Vor­stellung Eurer Majestät unterlegen könnte. Dieser Beschluß, gegen dessen schnellere Ausführung je­doch bei der unter den Ständen herrschenden Spannung noch viele Anstände nach Meinung der Mitglieder der Conferenz obwalteten, wurde an 14-ten dieses durch die ersteren derselben in kleineren Conferenzen verbreitet, und eben diese hinderten es, daß die Sache nicht in dem am 14-ten dieses abgehaltenen circulo, wie manche der hitzigeren Köpfe es wollten, zur Sprache kam, weil man leicht voraussehen konnte, daß auf diesem Fall vielleicht eine unangenehme Wendung erfolgen dürfte. Am 14-ten abends war eine gemischte Conferenz unter der Leitung des Tavernicus und des Personalen ; aus denen darinnen vorgekommenen Äusserungen konnte man entnehmen, daß die Gemüther sich zu legen anfiengen, doch waren noch viele, welche die letzte Resolution einzln aufnehmen, dawider eine Gegenvorstellung machen und erst nach Erledigung dieser lezteren weiter schreiten wollten, eine Verfahrungsart, wodurch die Verhandlung des Subsidium um 14 Tage verschoben und auf den lezten Augenblick versezt, mithin nicht nur der Gefahr einer ungünstigen Entscheidung preisgegeben würde, sondern vielleicht auch eine augenblickliche Auflösung des Landtags nicht zu vermeiden gewesen wäre. Am 15-ten dieses Frühe berief ich einige wenige der ersten ständischen Redner, so wie einige der vornehmsten Magnaten

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