Domanovszky Sándor: József nádor iratai III. 1807-1809. (Budapest, 1935)
Az 1809 évi utáni napló
gegen den Kaiser mit aller Hartnäckigkeit behauptet und hat sich erklärt, wenn Friede wird, seine Stelle niederzulegen, da er einen solchen Frieden nicht unterschreiben kann. Seine Haupt-Ursache aber ist, weil er voraussieht, daß es auch nach dem Frieden um nichts besser seyn und die Monarchie in selbem in kurtzen zusammenfallen wird. Den Kaiser hat zum Frieden, obgl[eich] er mehr für den Krieg geneigt und auch immer besorgt, daß seine Ehre bey Abschluß eines unvortheilhaften Frieden leiden wird, vorzüglich] die ungleiche] Chance, dann die Verhältniße mit Rußland und der Mangel an allen Ressourcen zum Krieg führen bewogen, sagt, er sey zu denen öfters erwähnten Abtretungen bereit, allein keine neue Contributionen, so wie das Rückständige der alten könne er nicht übernehmen, da er sie nicht zahlen kann, und die Reduction der Armee, oder vielmehr aller LandesDefensions-Anstalten könne er im Frieden nicht stipuliren. Die Armee müsse er ohnehin, wenn es Friede wird, um 2 / 3 heruntersetzen, dagegen aber das Reserve- und LandwehrSysthem desto mehr in Ordnung und aufrecht erhalten. Denkt schon an Laagers, will Bellegarde Kriegspraesidenten machen. Denkt an Festungbau. Comorn, Raab, Klagenfurth, Ens, die Brückenköpfe bey Wienn, die Lobau. Napoleon will dem E. H. Carl ein Land schenken, weiß aber nicht wo. Schimpft jetzt stark über ihn, weil er seinen Antrag nicht angenommen. Hat sich gegen Bubna geäussert, wenn wir nicht mit ihm Krieg angefangen hätten, so hätte er nach Endigung des spanischen Krieges von uns das Littorale verlangt, was er uns nicht lassen konnte, und wenn wir es nicht gutwillig gegeben, so hätte er es uns abgenommen mit Gewalt. Sagt, er wolle jetzt mit Spanien ein Ende machen, zugl[eich] aber Preussen auffressen, weil die seit May keine Contributionen zahlen und insgeheim wider ihn armiren. Preussen fürchten sich auch dafür. Dem Bubna sagt er, daß wenn wieder Krieg worden wäre, er uns unfehlbar geschlagen hätte. Er wolle ihm schriftlich] seine Operation und den Ort, wo wir geschlagen würden, anzeigen, wenn er sich obligirt, ihn nur an den bestimmten Tag zu eröfnen. Kaiser hat Bubna befohlen, wenn auch Friede wird, die Ideen Napoleons hierüber zu bekommen trachten. Kaiser spricht von dem, was nach dem Frieden zu thun, von Verlegenheit der Finanzen, von der Laage Galliziens, von der Unmöglichkeit diesem Lande Stände zu geben, von der Schwere aller Abhülfen, rede ihm zu, trachte ihn zu animiren, finde ihn aber sehr abgeschlagen. Kaiserinn sieht etwas besser aus, ist aber sehr matt, gehet in ein paar Tagen weg, in 2 Tagen