Domanovszky Sándor: József nádor iratai III. 1807-1809. (Budapest, 1935)

1809 Január-Május

verursachen, so muß ich meine Bitte erneuern, wesentlichere Maaßregeln zu Beförderung der Correspondenz zwischen hier und Wienn gnädigst treffen zu wollen Auf die Erhaltung der Strassen und Communicationen wird im Folge Euer Majestät Befehles ein wachsames Auge ge­tragen werden ; die Herstellung der durch den Austritt der Donau beträchtlich beschädigten Wiener Poststrasse ist nicht nur verordnet, sondern es ist auch selber wirklich Hand angelegt worden ; zu größerer Sicherheit mußte auf Befehl der Landes­stelle der Landesbaudirektor dieselbe zu bereisen und die drin­gendesten Anstalten gleich auf Ort und Stelle anordnen, in Rück­sicht der übrigen aber seinen Bericht erstatten Eine vorzügliche Rücksicht der öffentlichen Verwaltung verdient in dieser Hinsicht der durch den Ausguß der Donau fast größtentheilszerstöhrteStrassendamm, 0 ^ bei Presbourg und die Jochbrücke auf der Muhr bei Zerdahely. Ersterer ist die eintzige sichere Verbindung zwischen beeden Donauufern von Wien an bis Comorn, ist fast größten­teils zerstört, und wird viele Arbeiten und Kosten, betrechtliche, welche vorläufig gegen 200.000 Fl. berechnet werden, zu seiner vollkommenen Herstellung fordern ; mann kann jedoch letztere nicht verzögern, da die freie Communication bei Presbourg im Falle eines Krieges von äusserster Wichtigkeit ist, und mann wird trachten müssen durch Concurrenz der benachbarten Co­mitater diesen Zweck zu erreichen Die Jochbrücke über die Muhr bei Zerdahely sichert die Communication zwischen Wienn und Croatien, dann die Ver­bindung dieses letzteren Landes mit Hungarn, welche auf allen widrigen Puncten durch schlechte Pletten und Schiffe bewerk­stelliget wird, es ist mithin von nicht geringer Wichtigkeit selbe bald und dauerhaft herzustellen, und man von Seite der Landes­stelle, um die dazu erfoderlichen, nicht unbeträchtlichen Rißen zu decken, dem Comitate eine angemessene Unterstützung am Gelde aus dem erhöhten Saltzpreißfonde angewiesen. Uebrigens habe ich in Hinsicht allenfallsigen Errichtung eines telegraphischen Zuges mich mit S. K. Hoheit dem Gene­ralissimus bereits in das Einvernehmen gesetzt, ad 5 um . Diesen Punct habe ich zur Nachrichtung genommen und die königliche hungarische Landesstelle davon benachrich­tiget, es erübriget also nichts, als das [sie !] Euer Majestät durch den K. K. Hofkriegsrath die erfoderlichen Befehle wegen Aufstel­lung der Werbungen nach geendigter Stellung der landtäglich bewilligten 20.000 Rekruten, dann die hierwegen von Euer Majestät genehmigte Instruction dem hungarischen General­•

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