Domanovszky Sándor: József nádor iratai III. 1807-1809. (Budapest, 1935)

1809 Január-Május

langsam und schwer von Statten gehen und die in meiner An­fangs erwähnten Vorstellung angeführten Anstände im ver­doppelten Maaße eintreten. Wäre denn auch, ohnerachtet aller dieser nicht unwich­tigen Anstände, zu denen auch der gegründete Zweifel kömmt, ob man bey den wegen dem Mangel an Fourage gäntzl[ich] ent­kräfteten Zugviehe auch die erfoderl[iche] Anzahl Pferde binnen kurtzer Zeit aufzubringen im Stande wäre, diese Zahl aufgebracht die Knechte beygestellt ; so hätte das Aerarium blos zu Bey­schaffung derselben, eine Auslaage von wenigstens einer Million, und die Erhaltung obiger Zahl Pferde und Knechte würde bey der nun herrschenden Theuerung dem Staate eine neue jähr­liche] Last von beyläufig dritthalb Millionen aufbürden, dem Lande aber durch die vergrößerte Zahl der darinn verlegten Mann und Pferde, die selbes bereits sehr drückenden Quartiers­Lasten merkl[ich] vermehren. Ich wage es daher E[uer] M[ajestät] zu bitten, auch fer­ners bey dem zuerst von S. K. K. Hoheit dem Generalissimus gemachten, von mir erläuterten Antrag gnädigst verbleiben und die Stellung der zu Mobilmachung der in Hungarn verlegten Truppen erfoderlichen Pferde und Knechte nur dann anbefehlen zu wollen, wenn ein Krieg ausbrechen sollte und die Armee wirklich mobil zu machen wäre. In einem solchen jedermann einleuchtenden Nothfalle sind der Anstände weniger und jeder greift mit verdoppelten Kräften zu Beförderung der Ausführung, die Bemerkungen über die Gesetzlichkeit oder Ungesetzlichkeit einer Maaßregel werden geringer, mithin treten auch nicht so leicht den Fortschritt der Sache hemmende Anstände ein, und es kann jedes angenommene Mittel zum Zwecke, wenn es mit Vorsicht eingeleitet wird, ange­wendet werden. Dadurch würden auch für jetzt, die auf den Ankauf der Pferde zu verwendenden Auslaagen vermieden, dem Staate aber die in der jetzigen Laage der Finantzen so drückende jährliche] Erhaltung des Fuhr- und Packweesens bis auf den Augenblick dessen wirklichen] Bedarfs in Ersparung gebracht. Da es jedoch auch dem Fingerzeig der allerhöchsten Ent­schliessung unumgänglich] nothwendig ist, daß bey der jetzigen Laage des Staates jede Vorbereitungs-Anstalt zur Mobilmachung der Armee dergestalt getroffen würde, daß selbe, sobald der Krieg ausbricht und der Zeitpunkt sie in Gang zu bringen ein­tritt, ohne Verzug in Ausübung gebracht, und die in Hungarn verlegten Regimenter augenblicklich] mit denen nöthigen Pferden und Knechten ausgerüstet werden könnten, so nehme ich mir die ehrfurchtsvolle Freyheit ausser jenem, was ich in

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