Domanovszky Sándor: József nádor iratai III. 1807-1809. (Budapest, 1935)

1809 Január-Május

In Hinsicht endlich jener betrechtlichen Früchtenzahl, welche der Hofkriegsrath als durch Landeslieferungen bedekt angibt, kann ich nur jenes bemerken, daß ich nicht zweifle, es habe sich derselbe über das richtige Einfliessen der Lieferungen in denen deutschen Erbländern zu den bestirnten Terminen volle Gewißheit verschaft, wiedrigensfalles die gantze Berechnung nur als schwankend und auf einen unsichern Grunde ruhend betrachtet werden könnte. Man kann nicht umhin, hier die Angabe des Hofkriegsraths Euer Majestät in Erinerung zu brin­gen, welcher zufolge es in dem verflossenen Jahre möglich ge­wesen, Früchten aus Bayern, und zwar den Metzen Korn um 6 fl. 48 kr. der M[etzen], Haber aber um 4 fl. 55 kr. im Papiergeld bis Wien gestellter einzukaufen. Diese Preise sind, wen man die Transportskösten biß Wien davon abschlage, unter dem von Hofkriegsrathe für die Ein­kaufe in Hungarn angenommenen Preismaximum, noch mehr #,ber unter den jetzigen dortländigen Marktpreisen, schlägt man zu diesen letzteren Preisen die Transportskösten in die näher an Oesterreich gelegenen Magazine, wohin ein Theil der in Hungarn contrahirten Früchten bestirnt ist, ziehet man endlich die Leichtigkeit der Früchtenzufuhr aus Bayern die Donau abwärts in Erwägung, so scheint kein Zweifel obzuwal­ten, daß in so lange die Preise der Früchten in Hungarn nicht von ihren jetzigen gespanten Stand herunterfielen, welches allen Vermuthen nach bis zur künftiger Fechsung nicht geschehen wird, es für das allerhöchste Aerarium zu Deckung des Bedarfs der in Oestreich ob und unter der Enns befindlichen Truppen, und selbst jener Magazine in Hungarn, welche von Ofen aufwärts an der Donau, oder nahe an der selben gelegen, weit vortheil­hafter wäre die Früchten aus Bayern zu beziehen, als selbe in Hungarn einzukaufen. Es würde andurch annoch jener Vortheil dem Staate zuwachsen, daß die Quantitaet innländischen Vor­räthe nicht vermindert, wohl aber durch fremde Zufuhr ver­mehret würde. Aus dieser Betrachtung und da der Hofkriegsrath, wen die Contractsrückstände ausgeglichen und die auf des Gantzen berechnete, noch abgängige Früchtenquantität herbeigeschaft werden sollte, für das gantze Jahr 1809 gedekt ist, so glaube ich, daß um das allerhöchste Aerarium nicht zu sehr zu bela­sten und selbst eine neue Preiß-Erhöhung nicht zu verursachen, da zudem auch in manchen Gegenden des Landes Mangel am Materiale ist, bis zur nächsten Ärndte kein größeres Früchten­quantum aus Hungarn beizuschaffen wäre, es wäre denn daß sich bei der Mitwirkung des politici auf den obigen Abgang unternommenen Käufer Partheien ständen, welche eine größere József nádor élete és iratai. IV. 23

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