Domanovszky Sándor: József nádor iratai III. 1807-1809. (Budapest, 1935)

1807 okt.-dec.

Allerunterthänigste Note ! Aus denen dießortigen Berichten vom 20-ten und 24-ten dieses werden Euere Majestät gnädigst zu entnehmen geruhet haben, welchen Gang die Landtagsgeschäfte genommen, welche Beschlüsse die Stände der unteren Tafel in Hinsicht der an Euere Majestät, in Betreff der könighchen Entschliessungen vom 4-ten, 5-ten und 8-ten [Septemjber, dann 10-ten [Novemjber zu machenden Vorstellung gefaßt. Die Verfaßung dieser letzteren, die Wiederholung der in denen vorhergehenden Vorstellungen in Rücksicht der Modalität der Rekrutenstellung, des Handels, dann nachdem der Fort­setzung des Landtags bis zu Behebung aller gravamina und postulata vorgetragenen Begehren, war mir, ohnerachtet aller Bemühung und der wenigen Aussicht zu Erlangung vortheil­hafterer Bewilligungen, welche ich nicht ermangelte denen Ständen vor Augen zu stellen, um so weniger möglich zu hindern, als die Stände in ihrer Vorstellung vom 23-ten [Okto]ber sich bereits erklärt, daß sie ihre Bemerkungen über die 3 ersteren allerhöchsten Entschließungen einzugeben sich vorbehielten ; da ich überdieß die Gründlichkeit und Gesetzlichkeit mancher ihrer Erinnerungen nicht wohl verkennen konnte, so stunde es nicht in meiner Macht eine erneuerte Vorstellung zu vereiteln, ohnerachtet ich wohl einsehe, daß man durch die Verhandlung derselben ohne Anhoffung einigen Nutzens für das Land eine Zeit verlieren würde, welche bei der bestimmten Willensmeinung Euerer Majestät, bis Hälfte [Dezem]bers den Landtag zu endi­gen, zu weit nützlicheren Gegenständen hätte verwendet werden können. Bei dieser Lage der Sache, bei dem Wunsche der Stände, ihre Bemerkungen auch selbst zu Beruhigung ihrer Commit­tenten Euerer Majestät zu unterlegen, mußten alle meine Be­mühungen dahin zielen, die Gesinnungen der Stände Euerer Majestät Absichten näher zu bringen, dadurch aber den zweiten Theil der über meinen Bericht vom 17-ten dieses erflossenen allerhöchsten Entschliessung zu erfüllen, nämlich die Verfassung und Absendung obiger Vorstellung zu beschleunigen, mit selber aber auch zugleich die aus denen obangeführten Rescripten zu verfassenden Gesetzentwürfe Euerer Majestät von Seite der Stände vorzulegen. Auch über die Folgen dieser Einleitung gaben Euer Ma­jestät meinem weiteren Berichte vollkommenen und, wie ich hoffe, beruhigenden Aufschluß, diesen habe ich nun nur nach­zutragen, daß am 25-ten dieses in denen Zirkeln der Subsidional­artikel nach Euer Majestät Wünschen umgearbeitet, nebst deme aber noch 3 andere Gesetzentwürfe, nämlich wegen Stellung

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