Domanovszky Sándor: József nádor iratai II. 1805-1807. (Budapest, 1929)

1805

Männern es überlegen könnten, was nun zu tbun ist. Dieses wäre umso leichter, als Du ohnehin mit Deiner Armee nicht viel über eine Tagereise von hier entfernt bist. Schließlich recommandiere ich Dir nochmals die Abschickung eines fliegenden Corps gegen Raab, um die dortige Gegend gegen feindliche Einfälle zu sichern. Comorn wäre ein 2-ter wichtiger Punct, welchen ich mit den wenigen hier befindliehen Truppen nicht besetzen kann, da ich selbe zur Vertheidigung des Punetes Gran und der Ufer des Ipoly verwenden muß, um auf diese Art beede Städte vor einem Einfalle des Feindes zu schützen. Eben erfahre ich vom Fürst Louis Lichten­stein, welcher wegen Beschleunigung der Auswechslung der Kriegs­gefangenen vor 2 Tagen als Courier hier eingetroffen ist, daß Kociusko bey der französischen Armee angelangt, um auf den Fall sie weiter Fortsehritte machte, Pohlen in Aufruhr zu bringen, wozu alles daselbst sehr disponirt seyn soUe. Vor der Vorrückung der vereinigten kaiserlichen] Armee solle Bonaparte einen Waffenstill­stand antragen lassen, den man aber nicht annahm, weil man vermuthete, er wolle dessen Dauer zu Fortbringung der in Vienna befindlichen] Aerarial-Vorräthe benützen, und weil man nicht zweifelte, man würde den sich ohnehin retirirenden Feind gäntzlfichj vernichten. Welche Verblendung! Sobald ich einige Anstalten für den schlimmsten Fall getroffen habe, werde ich trachten einen Rutscher zu Dir zu machen, um mit Dir über unsere Laage zu conferiren. Lebewohl, ich umarme Dich tausendmal , , „ , Joseph Pal. Ezt a levelet Károly főherceg 8-án délután kapta meg. Néhány órával később megjött a nádornak másnap írt levele is (lásd 64. sz.), amire 9-én a következőkben válaszolt öccsének (ered. fogaim, másolata: alcsáti fhg. lt. Kopien I. b., 4. sz.): Körmend, den 9-ten Xber 1805 durch den Lieut. Izeps 1 der Gyulay Inf. als C[ourier] um 12 Uhr Mittags. B[ester] B [rüder]. Gestern erhielt ich Deine zwey Briefe vom 6-ten und 7-ten und durch den letzteren beiliegende Abschrift des Handbillets von S. M., die Bestättigung von dem Verlust der Schlacht vom 2-ten dieses. Nur durch die Berichte, so die Franzosen bekannt machten, bin ich bishero davon unterrichtet worden, allein das Hand­billet, was ich von S. M. in betreff des Waffenstillstandes erhielt, und wovon ich Dir die Abschrift zuschickte, machte mir es vermuthen. Wie Du aus dem ausführlichen Berichte der Franzosen sehen wirst, ist die Disposition von Napoleon an diesem Tage sehr schön und klug gewesen, die unserige wäre aber studirt. Wir wollten umgehen, coupieren, in Flanken und Rücken kommen, fangen, mit einem Worthe die Früchte des Sieges einaernten, ohne noch gesiegt zu haben. 1 Valószínűleg Csepecz József hadnagy.

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