Domanovszky Sándor: József nádor iratai II. 1805-1807. (Budapest, 1929)

1805

zusammenzuruffön und es in Überlegung zu nehmen, ob man, da der Feind einerseits bereits in Hochstrass, 1 andererseits aber in Schopornya 2 , diesseits der Waag, eingerückt, und also nur 4 Märsche mehr von Ofen entfernt war, und welche Vertheidigungs-Anstalten hier treffen könne. Nach vielen Debatten fiel die endliche] Ent­scheidung dahin aus, daß nachdeme die Reserve-Bataillons wegen ihrer Ungeübtheit nicht wohl anwendbar, von Cavallerie nur 150 Mann vorhanden, die Insurrections-Truppen aber wegen Kürtze der Zeit und Mangel an allem bey weitem noch nicht versammelt wären, man vielmehr trachten solle eine Art Waffenstillstand mit denen feindl [ichen] Truppen einzugehen, damit man nicht die in Ofen befindlichen], für die italienische Armee unumgängl[ich] nothwendige Vorräthe an Lebensmitteln und Munition, welche in der Kürtze der Zeit fortzubringen keine Hofnung wäre, einer Zerstöhrung Preiß gebe. Würden diese vernichtet, welches dem Feinde, wenn er nur mit 6000 Mann guter Truppen herkäme, leicht gelingen könnte, so bliebe gedachte Armee und die Insur­rection ohne Munition, und der Krieg würde in dieser Gegend aus Mangel an letzterer ein Ende nehmen. All diese Gründe vereint, deren Wichtigkeit Euer Majestät selbst gnädigst erkennen werden, vermochten mich mit dem Reichs-Marsch all Davoust wegen einer Art von Waffenstillstand in Unterhandlung zu treten. Zu diesem Zwecke sendete ich meinen General-Adjutanten Gr. von Beckers, auf dessen Gewandheit ich mich verlassen konnte, anheute nach Preßburg mit dem Auftrag, obgedaehten Marschall in meinem Namen mündl[ich] zu erklären, daß es mich sehr befremdet hätte, daß er ohne die von mir zugesicherte bestimmte Erklärung über die Neutralitaet Hungarns zu erwarten, und ohne einer Eröfnung in dieses Land gedrungen. Daß nachdeme die Witterung und die Besitznehmung eines grossen Theils von Mähren durch die frantzö­sisehen Truppen die Couriers genöthiget wurden [sie!], einen grossen Umweeg zu nehmen, ich noch keine Antwort von Euer Majestät erhalten hätte, dahero ich auch zu Gewinnung der Zeit den Reichs­Marschall bäthe, dem Gr. Beckers Pässe zur Hin- und Zurückreise durch den von denen französischen Truppen besetzten Theil von Mähren geben zu wollen. Obgl[eich] ich nun von Euer -Majestät, über die besagte Neutralitaet keine Weisung erhalten, so schlüge ich dem Reichs-Marschall zu Vermeidung aller Drangsaalen, welche die Besetzung eines Landes durch fremde Truppen veranlaßt, eine Art von Waffenstillstand zu schliessen, vermöge welcher beyde Theile, wenn es nicht änderst seyn könnte, in ihrer jetzigen Position verbleiben, keine Feindseeligkeiten gegen einander ausgeübt, die Insurrection in ihrer jetzigen Verfassung verbleiben und nicht 1 öttevény Győr megyében, a mosoni országút mellett. • Sopornya, Nyitra megyében, Pozsony megye határán, Nagyszombat­tól délkeletre.

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