Domanovszky Sándor: József nádor iratai II. 1805-1807. (Budapest, 1929)

1805

mich nach 10-jährigen treuen Diensten als einen sehlechten Kerl erscheinen macht, ohne mich darüber noch erklären zu können, als daß ich jetzo aus Übereilung einen neuen, vielleicht noch größeren Fehler begehen sollte. Ich schließe meinem an Dich ge­richteten Berichte einige Spionsnachrichten, dann 5-ten von denen Franzosen in Vienna herausgegebene Extrablätter, die so besonders sind, daß ich manches davon nicht glaube, indeß ist es doch sicher, daß unsere Truppen am 18-ten dieses sich im Rückzüge hinter Brünn befanden. Kannst Du Dich noch mehr unsren Gräntzen nähern, und ich gewinne noch 8 bis 14 Tage Zeit, um ein wenig unsere Inners zu organisiren, so kann man sich vieles von dem guten Geiste, der das Land beseelet, versprechen. Ich werde dann, im Fall wir noch ferners raufen sollten, mich an Dich anschließen, und wir wollen doch wenigstens vereint beweisen, daß obzwar wir stäts dem Kriege entgegen waren, dennoch wissen werden bis zu unserm Ende die Ehre der Monarchie zu vertheidigen und im ärgsten Fall auch rühmlich zu sterben. Lebewohl, bester Bruder, und denke bisweilen an den, welcher Dich zärtlichst liebt und sich glückl[ich] sehätzen wird, Dir auch vor dem Feinde Beweise seiner Freundschaft geben zu können. Joseph Pal. Ez a levél november 29-én érkezett Károly főherceghez. Ide iktatjuk még Gomez tábornők magyarországi főszállásmester 1 novem­ber 23-án Zach báró altábornagy, Károly főherceg főszállásmesteréhez és Mayer vezérőrnagyhoz intézett levelének ez ügyre vonatkozó részét. (Feldakten 1805. Ung. Ins. fasc. 11., 21. sz.) . . . indessen rückte der Feind den 13-ten in Wien «in und wir verloren den 14-ten ohnweit Stockerau, 2 aus wahrer Ungeschick­lichkeit der Montursbeamten und Schiffleuten 3 mit Waffen, Kleidungen für die hungarische Insurrection beladene Kohlhammer 3 mit 2000 C[entner]; da im Lande gar keine Truppen, ausser 12 in der Errichtung begriffene Reservebataillons waren und man zur Noth beiläufig 3 bis 400 Mann Ca­vallerie von denen Depots, meistens Rimonten und Rekruten zusammen­bringen konnte, so haben S. K. Hoheit der E. H. Palatínus beschlossen, einen kleinen Observationscordon längst der Leitha und der March aufzu­stellen ; dieser erhielt den natürlichen Auftrag, mit denen zugezogenen •Comitatensern die Gränze zu beobachten, keine Feindseligkeiten auszu­üben, die Marodeurs abzuweisen, und wenn der Feind die Gränze Hungarns überschreiten sollte, sich nach und nach zurückzuziehen. Indess erfolgt die, 2-te unbeschreibliche Ungeschicklichkeit, daß sich der Feind der Taborbrücke bemächtigte und die 300 Kanonen, welche nach Ungarn bestimmt waren, auf der sogenannten Spitz in seine Hände fielen. Ob der Feind seine Ope­rationen nach Mähren gerichtet hätte, wenn die Taborbrücke verbrannt und gänzlich zerstört worden wäre, — ob man das linke Donauufer von Linz 1 A nádor Gomez magyarországi főszállásniesteri kinevezését már október 31-én kérte: Militkanzl. 1805. fasc. 1., 4. sz., de azt csak november 27-én expediálták: Feldakten 1805. Ung. Ins. fasc. 11., 24. sz. 2 Tévesen Schwechat helyett, a hajókat t. i. ettől északra Albernnél fogták el. 3 Egy kisebb hajótípus, amely Regensburgtól lefelé volt divatban.

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