Domanovszky Sándor: József nádor iratai I. 1792-1804. (Budapest, 1925)
1804.
212. 1804 márc. 6. Buda. József nádor Ferenc császárnők, parasztmozgolódásokról, a közhangulat romlásáról különösen a pénz romlása miatt, az igazgatás bajairól, anyagi ügyeiről, stb. A nádor sk. levele: Sammelb. 259. Euer Majestät! : Meine sehr angehäuften Geschäfte und die Sitzungen sowohl im politischen, als juridischen Fache, welche ich fast tägl. habe, werden hoffentl. bey Euer Majestät mein längeres Stillschweigen entschuldigen. Da ich nun eben durch den Lieutenant Pongratz von der hung. Garde eine gute Gelegenheit habe Euer Majestät einen etwas weitläufigen Bericht zu machen, so benütze ich dieselbe um einige Gegenstände zu berühren, welche Ihre vorzügl. Aufmerksamkeit verdienen. Es ist Euer Majestät ohnehin bekannt, wie häufig während dem Anfang des letzten Landtags aus verschiedenen Gegenden Hungarns Bauern mit Bittschriften und Klagen über ihre widerrechtl. Behandlung zu Euer Majestät auf Preßburg kamen. Dieser häufige Zulauf erweckte Ihre Aufmerksamkeit und es wurden Anstalten getroffen, damit die Klagen dieser Landleute zwar untersucht, für die Zukunft aber Anstalten getroffen würden, damit diese häufige Abschickung von Deputirten gehindert würden. Aus denen nun nach und naeb einlangenden Berichten der C[omi] tater über gedachte Bittschrift erhellet, daß sellbe größtentheils ungegründet Klagen enthielten und von denen Gemeinden nach ihrer eigenen Erklärung nur darum eingegeben worden, weil man ihnen gesagt habe, es handle sich auf den damaligen Landtage darum, die Bauern von allen herrschaftl. Abgaben loszusprechen, um welches desto eher zu erhalten, alle in Hungarn befindl. Gemeinden Euer Majestät zu diesem Zwecke Bittschriften und Klagen über ihre bisherige Behandlung eingeben sollten. Daher traten die Meisten Gemeinden, nachdem man ihnen den Ungrund dieses Gerüchts erklärt, selbst freywillig von ihren Klagen ab. Während häufige Berichte dieser Art an die Statthalterey einliefen, erhielt ich von mehreren Orten den Bericht, daß ein anonymisches Circularschreiben, welches alle Stände des Reichs zum Aufruhr aufforderte, theils an einige Personen eingeloffen, theils aber sonst vorgefunden worden wäre. Da ich nun nicht ohne Grund besorgen mußte, daß ein solches Schreiben vielleicht Folgen nach sich ziehen könnte, so machte ich sowohl in Ofen, als is Pest, von wo dieses Schreiben hergekommen zu seyn scheinet, die wirksamsten Anstalten, um den Urheber desselben zu entdecken, und schrieb zugl. an alle Jurisdictionen, damit sie eines Theils die Verbreitung desselben hindern,