Domanovszky Sándor: József nádor iratai I. 1792-1804. (Budapest, 1925)

1800.

erlangen suchte ; der von dem Grafen Kollowrath gemachte Antrag ging auf eine Freiwillige Lieferung von 500.000 Metzen Korn, und 1,000.000 Metzen Habern. So überzeugt ich bin, daß gewiß ein jeder Hungar seine Kräften anstrengen wird, um Euer Majestät und dem Staat nach Kräften zu unterstützen, so muß ich doch an dem Erfolg eines Früchtensubsidium zweifeln ; denn die Aufstellung der Hungarischen Insurrection verursachet dem Adel so viele Unkosten, daß er nicht leicht im Stande ist, die hier vorgeschlagene Quantitaet bei dem noch dazu eingetretenem Mißjahr zu liefern ; Ein unbestimmtes Subsidium zu begehren scheinet aber den Umständen nicht angemessen, denn einesteils ist die Quantitaet und die Einlieferungszeit unbestimmt ; anderseits aber ist kein großer Erfolg davon aus dem obangeführten Umständen zu hoffen. Aus diesem können Euer Majestät entnehmen, daß meiner geringen Meinung nach nur durch das 3-te Mittel, nehmlich: dem Früchteneinkauf eine beträcht­liche Körneraushilfe aus Hungarn gehofft werden kann ; Dieser ist auch durch die guten Einleitungen des Oberge­spans von Lovász dergestallt in Gang gebracht, daß sich der beste Erfolg davon hoffen kann. Nur muß ich hier eine in der Erfahrung gegründete Bemer­kung beifügen; daß es heuer für Euer Majestät weit vorteilhafter wäre das für die deutsche Armee bestimmte Körnerquantum in den Gegenden von Raab, Preßburg und Oedénburg, als im Banate und Batscher Comitate, wo Herr von Lovász die Käufe eingeleitet, einzukaufen ; die Preissen sind fast die nämlichen und das aller­höchste Aerarium würde durch Ersparung der Transporte vieles an den Kosten und an der Zeit gewinnen. Oedenburg, den 19-ten 9-ber [1]800. T T, P1 Josepn Jrai., m. p. Legfelsőbb elhatározás: Ad 1-um: Von einer Abführung von Körnern in sortem con­tributionis kann bei den gegenwärtig obwaltenden Umständen gar keine Rede sein. Ad 2-dum : Nachdem die heurige Brodfrüchten und Hartfutter­erforderniß für meine Armeen sehr beträchtlich ist, so haben Euere Liebden in Uiberlegung zu nehmen, ob nicht durch eine von Denen­selben an die reicheren Privaten des Königreichs Hungarn zu erlaßende Aufforderung die Aufbringung einer namhaften Quantität Früchten zu erwirken sein dürfte ? Ad 3-tium : Haben sich Euere Liebden angelegen sein zu laßen, daß die vom Hofrat Semsey einzuleitenden Früchteneinkäufe in Hnngarn auch von Seite des Politicums auf das tätigste unterstützt und befördert werden. Franz, m. p.

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