Domanovszky Sándor: József nádor iratai I. 1792-1804. (Budapest, 1925)
1798.
war, so kann ich auch hierorts nichts anders erinnern, obgleich ich unmaßgebigst geglaubt hätte, daß es für das allerhöchste Aerarium vorteilhafter wäre, die in den vorwärtsliegenden Comitater befindliche Vorräte zu schonen, da die Transportumkösten minder sind und dieselbe auf eine verzuckte Stunde gehoben und weiters transportirt werden könnten. Der 3te in meiner Vorstellung angeführte Anstand war, der Mangel von Heu und Haber, welcher aus den beträchtlichen im vorigen Jahre in Croatien gemachte Heukaufen und den gewesenen Mißwachs entstanden ist. Der Hofkriegsrat hat zwar in den gemeinschaftlichen Protocol! angeführt, er glaube, daß in Croatien noch beträchtliche Heuvorräte sein müssen, da erst neulich von dem Verpflegsadjunkten Blumenkai auf einen großen Vorrat und von dem Feldzeigmeister Devins 1 auf 5000 Zentner Heu ein Contract geschlossen worden. Daß in Croatien nicht hin und wieder bei Herrschaften und reichen Particuliers Heu noch vorhanden sein soll, ist gar nicht zu zweifln, diese tragen aber nicht die Lasten der Naturalverpflegung, sondern der Contribuent. Um also diesen Anstand mit Grund zu heben, müßte der Hofkriegsrat anführen, von wem eigentlich das Heu und um was für einen Preis es gekauft worden ist. Es ist im gegenteile bekannt, daß durch die vielen im vorigen Jahre gemachten Heukaufe durch den vorjährigen Außwachs und die häufigen Transporte das Materiale bei den Contribuenten sehr abgenommen und auch im Preise ausserordentlich gestiegen ist, und zwar dergestalt, daß der Contribuent genötigt ist das Heu, welches er zur Verpflegung der Truppen brauchet, um einen 4 oder 5-mal den Regulamentalpreis übersteigende Summa zu kaufen. Um nur ein Beispiel anzuführen : im Szalader Komitat kostet der Metzen Haber noch jetzt 1 f 30 x, auch 50 x. Der Bauer, der also den meisten Haber kaufen muß und von den Militair nur 30 x erhaltet, verliehrt bei einem jeden Metzen 1 f, auch 1 f 20 x. 2 In Croatien, wo die Preise noch viel höher sind, ist der Verlust noch größer. Was aber die sowohl vom Hofkriegsrate, als auch vom Staatsminister Grafen v. Kollowrath gemachte Bemerkung betrifft, daß durch die Dislocirung dieser 2 Regimenter mehr Geld ins Land kömmt und die Croaten, welche ohnedieß über Geldmangel klagen, dadurch eine neue Gelegenheit zum Verdienst bekommen, betriff, so muß ich gestehen, daß ich dieses nicht genug einsehe, indem denen Croatischen Contribuenten bei jetztigen Umständen der Soldat 4-mal so teuer zu stehen kömmt, als er ihm Geld ins Land bringt, welches selbst im Fall einer guten Fechsung besteht, da er, wenn er die Truppen nicht ernähren müste, seine Fechsung um einen 3 oder 4-fachen Preis verkaufen 1 Br. Devins József, a határőrvidék főfelügyelője. 2 Ezek az ű. n. deperditák.