Domanovszky Sándor: József nádor iratai I. 1792-1804. (Budapest, 1925)
1798.
erleichtert sind, yelbe auch zu deren Verpflegung auf die nämliche Art coneurriren möchten, wie es in mehrern derley Fällen gebräuchlich war. Meine Pflicht und die zu befürchtende äu-serste Entkräftung der croatischen Contribuenten fodern mich auf, Euer Majestät dids[e] Sache dringend vorzustellen und um eine Abhülfe zu bitten. Der Art. 48. anni 1741 saget zwar, daß in dem äussersten Nofhfall die croatischen Comitater gehalten sind die Truppen in Transennen vom Lande aus zu verpflegen, ob aber die Errichtung eines neuen Regiments, welches bis es zu einer Consistenz gelanget, mehrere Monathe erfordert, als eine Transenne zu beobachten ist, dieses unterbreite ich dem höchsten Ermessen E. M. und glaube den, daß es gerade wider diesen Artikel, wenn diese neuen Regimenter auf längere Zeit dahin verlegt würden. Was die hung. Hofkanzley von der neuen Heu und Haberfechsung sagt, nach welcher die Verpflegung (da man heuer gute Hoffnungen hat) leichter werden wird, so ist diese in Croatien etwas entfernt, und da noch viele Umstände eintreten können, welche selbe verderben, so ist man auf selbe nicht zu rechnen, um so viel mehr, als der große Bedarf der italienischen Armee die Preiße in der selben Gegend sehr hoch erhält und zu befürchten wäre, daß das Materiale in Croatien gantz ausgehen möchte. Was aber den Antrag der hung. Hofkanzley wegen der Concurrenz der benachbarten Comitater betriff, so muß ich Euer Majestät bitten, davon abgehen zu wollen, da er den Contribuenten zum Sehaden gereichen würde, und derselbe nun wegen dem Zug der Aerarial Transporte nach Italien nicht ausführbar ist. Auch scheinet mir die Beobachtung des Croatischen General Commando, daß man nämlich das wenige noch in Croatien vorfindige Heu für die Aerarial-Transporte und zum Ankauf für die wälische Armee aufbewahren müße, sehr gründlich. Aus allen diesen Beweggründen muß ich Euer Majestät bitten auf den durch die häufigen und beschwerlichen Transporte fast zu Grunde gerichteten croatischen Contribuenten eine allergnädigste Rücksieht nehmen zu wollen und ihn entweder durch Verlegung der neuen Hussarn Regimenter in ein anderes Ort, oder durch Verpflegung derselben aus den aerarial Magazinen, oder auf irgend eine andere Art aufhelfen zu wollen. Auch kann ich nicht , umhin zu bemerken, daß es mir auffällt, wie die hung. Hofkanzley in einen so wichtigen, die Erhaltung der croatischen Contribuenten betreffenden Gegenstand die allerunterthänigste Vorstellung der königl. Statthalte rey, welche mit den kräftigsten Gründen unterstützt war, Euer Majestät höchster Einsicht nicht unterleget hat, wo doch dieselbe E. M. täglich mit kleinern, minder wichtigen Gegenständen beschäftiget, Euer Majestät Laxenburg, den 14. Juni 1798. . . treu gehorsamster