Háromnyelvű levéltárismertető : The National Archives of Hungary : Das Ungarische Staatsarchiv : Les Archives Nationales de Hongrie

er eine Reise nach Westeuropa und studierte die Struktur und Arbeit der ausländischen Ar­chive. Anhand seiner gesammelten Erfahrun­gen entwarf er die Organisation des neuen Staatsarchivs. Neben der Erschließung der Unterlagen bildete die wissenschaftliche For­schung auch einen wichtigen Bestandteil der Aufgaben des Archivs. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter des Archivs übten eine bedeut­same Tätigkeit als Historiker und Herausgeber von Quelleneditionen aus. 1913 wurde im Ofener Burgviertel mit dem Bau eines neuen Archivgebäudes, das sich bis heute als Hauptgebäude der Institution erhal­ten hat, begonnen, es konnte aber erst 1923 nach dem Ersten Weltkrieg und den darauf­folgenden Revolutionen fertiggestellt und als Archiv in Besitz genommen werden. Das Ge­bäude ist ein Archivzweckbau mit vier Etagen, erbaut in neoromanischem Stil. Das U-förmige Gebäude galt zu seiner Eröffnung als eines der modernsten Archivgebäude Europas. Nach dem Umzug in das neue Haus wurde das Schriftgut der im Jahre 1867, nach dem Aus­gleich aufgestellten Ministerien übernommen. Infolgedessen wuchs der Umfang der Archiva­lien beträchtlich an: die Unterlagen betrugen in den 1930er Jahren schon 19 000 laufende Meter. Im Ungarischen Staatsarchiv waren die Unterlagen der Zentralbehörden des ehema­ligen Ungarns seit der Gründung des ungari­schen Staates überliefert. Um die wissenschaftliche Tätigkeit zu för­dern, wurde das Staatsarchiv 1922 dem Minis­terium für Religions- und Unterrichtswesen unterstellt. Im Gesetzartikel Nr. 19 vom Jahre 1922 hieß es, daß das Staatsarchiv eine wis-

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