Borsa I.: Die Lage des ungarischen Archivwesens nach 1945.

Die Verordnung mit Gesetzeskraft hob also die Archive der Komitate, Städte und Geneinden sowie die von den Domkapiteln und Konventen Verwahrten öffentlichen Archive der glaubwürdigen Orte auf, und wies ihre Bestände den zu errichtenden staatlichen Distriktualarchiven zu. Sie brach mit der in feudalistischer Zeit wurzelnde 1 . Archivorganisation und schuf zur Verwahrung der in Öffent­licher Kand befindlichen, archivwürdigen .Acten ein staat­liches Archivnetz, mit einem Wort: öffentliche .Archive. Öffentliche Archive sind: das Ungarische Staatsarchiv, die staatlichen Distriktualarchive , und das Honved-Archiv ' und Museum, Welch Letztere dem Honv^dministerium unmittelbar nachgeordnet wurde. /Spater: Archiv für Kriegsgeschichte , dann Archivabteilung des Instituts für Kriegsgeschichte,/ Das Ungarische Staatsarchiv, das de-r Zentralstelle unmittelbar nachgeordnet wurde, und die staatlichen Distriktual­archive bedeuten gegenüber der bisherigen. Zerstückelung eine einheitliche, unter Zentraler fachlicher Leitung befindliche Organisation. Die Zentralisierung der Organi­sation war der erste Schritt auf dem Wege zur Gestaltung des neuen Arohivwesens, wie die? der sozialistische Aufbau erheischte. Die Verhältnismässig rasche Zustandebriugung der staatlichen Archivoreranisation wurde durch den Umstand ge­fördert, dass die Reorganisierung des Archivwes.-ns zeit­lich mit den revolutionären .-.end.rungen in der Staatsver­waltung: mit der Schaffung des Räte-Systems zusamm^nfiel. Die alten Munizipalarchive sind nämlich bei der Bildung der Räte nicht in die Organisation der Komitats- und stadtischen Rate übergegangen, sondern aus ihnen kam das staatliche -rchivnetz zustande. Die Zentralstelle für Ungarisches Archivwesen begann entsprechend den Verfügungen der Verordnung mit Gesetzeskraft die Bildung der staatlichen Distriktualarchive. Das Land in 7-8 Distrikte geteilt, hatten mehrere Munizinal­archive zusammengezogen werden sollen Eei der Planung der

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