Franciscus Dőry: Decreta Regni Hungariae : Gesetze und Verordnungen Ungarns 1301–1457 (Magyar Országos Levéltár kiadványai, II. Forráskiadványok 11. Budapest, 1976)

Decreta

20. Januar 1432 Der Charakter der Urkunde, die das Wertverhältnis zwischen dem neuen, grö­ßeren Denar und dem kleineren Denar (quarting) regelt, ist außerordentlich pro­blematisch. Sie wurde natürlich im Namen des Königs unter dem großen königli­chen Siegel ausgegeben, jedoch nicht in der feierlichen Form des Dekrets. Sigis­mund war im Jahre 1432 außer Landes. Obgleich es Präzedenzfälle dafür gab, daß der Reichstag in seiner Abwesenheit einberufen wurde, ist es jedoch von dieser Urkunde nicht mit Bestimmtheit festzustellen. Ungewohnt ist die Tatsache, daß sie die bei der Beratung anwesenden Prälaten und Magnaten aufzählt, unter denen alle Reichsvikare — mit Ausnahme des Schatzmeisters János Rozgonyi — Platz nahmen. Der Ausdruck diversorum comitatuum deutet — wie bereits Kovachich bemerkte — nicht auf die Teilnahme der Abgesandten aller Komitate hin. Auffallend ist die Teilnahme der Repräsentanten der freien königlichen Städte an der Versammlung von Buda, was jedoch durch den, den Handel aufs nächste berührenden Gegen­stand zur Genüge erklärt wird. So ist wohl Kovachich' Meinung richtig, daß die Versammlung „non fuisse formalem Diaetam" (Suppl. t. I. p. 343). Nachdem jedoch der König den Wert des größeren und des kleineren Denars bereits in einem Dekret [vor dem 30. Mai 1430] geregelt und am 23. Juni 1430 ebenso über die Einziehung des Dukaten verfügt hatte, konnte der Rat auch in sei­ner Abwesenheit berechtigt sein, die frühere gesetzliche Regelung — nach der Erör­terung mit den Interessenten — zu wiederholen bzw. ergänzen. Litt. Original auf Papier, mit dem Fragment des großen königlichen Siegels auf der Rückseite, Dl. 12436. (Sign. ant. Arch. Regni, Lad. H. Nr. 31.) Ed. Kovachich: Suppl. t. I. pp. 338-342. Comm. Ebenda pp. 342-348. Nos Sigismundus dei gratia Romanorum rex semper augustus ac Hungarie, Bohemie, Dalmatie, Croatie etc. rex memorie commendamus, quod licet nos alias 1 unacum prelatis et baronibus nostris mature deliberantes id, ut denarii maiores nove monete nostre, cuius centum denarii unum florenum auri repre­sentant, denarii pro tempore currentes nominarentur, vocitarentur et reputaren­tur, universique et singuli proventus tarn nostri regales, quam ecclesiarum con­sequenterque dictorum baronum et quorumlibet regnicolarum nostrorum cum 1 Der Hinweis bezieht sich wahrscheinlich auf das Dekret vom 23. Juni 1430.

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