Fábiánné Kiss Erzsébet: Magyar kamarai levéltár II. kötet : Repertórium (Levéltári leltárak 61. Budapest, 1973)
OIdalszámok - 634
Das gesamte Archiv besteht aus 10 Fonds und 140 Beständen. Nicht zu diesem Archiv gehört, sondern ein eigenes Archiv bildet das sog. "Archivum" der ungarischen Kammer, das seit 1754 die auf die königlichen Rechte bezüglichen Urkunden und Schriften sammelte und verwahrte. Dank der Sammlung und den konfiszierten Familienarchiven, die ebenfalls hierher gelangten, entwickelte sich das Kammerarchivum im Laufe der Zeit zu einem der wertvollsten Archive. Das Repertórium dieses Archivs wird in einem besonderen Band veröffentlicht werden. Ebenfalls nicht zum Ungarischen Kameralarchiv gehört das Material der untergeordneten Kammern, der ärarischen Verwaltungsorgane, der Administrationen, Inspektorate, Gutspräfekturen und sonstiger Ausschüsse. Dieses soll - als sog. sonstige Fonds - gemeinsam mit dem Material des Archivs eines anderen bedeutenden Kameralorgans, der Zipser Kammer, in einem besonderen Repertórium publiziert werden. Innerhalb des Fonds der Ratsakten der ungarischen Kammer sondern sich auch gewisse Bestandsgruppen - den in der Geschäftsführung eingetretenen Änderungen entsprechend - voneinander ab. Der richtigen chronologischen Folge gemäss besprechen wir nach den sich bis 1785 erstreckenden Beständen der Ratsakten die Kämeraibestände des Statthaltereirats. Auch diesen Bestands gruppén wurde eine kurze erklärende Einleitung beigefügt. Bei Abfassung der Einleitung dienten als Grundlage: das von István Sinkovics - Ibolya Felhő im Jahre 1952 zusammengestellte Grundinventar ; die als Manuskript vorhandenen analytischen Inventare, welche - in der Reihenfolge des Materials - von Jenő Szűcs, István Nagy und Ferenc Maksay zusammengestellt wurden. Die innere Ordnung der einzelnen Fonds und Bestände gestimmten - von wenigen Ausnahmen abgesehen - noch die Registraturbildner, vor allem die Ungarische Kammer. Bei Beschreibung der Archivalieneinheiten diente als Grundlage des Repertoriums das AufStellungsverzeichnis . Das Repertórium hat eine vornehmliche Rolle bei Verzeichnung der nach Materien /"fontes"/ angelegten Registraturbestände. Bei der Kammer wurde dieses System seit 1783 angewandt. In den ersten Jahren gab es unter den Quellen noch sehr wenig Generállá} die meisten bezogen sich auf einen einzigen Vorgang /Specialia/, Besser entwickelt ist das allgemeine Sachsystem nach 1790, namentlich aber im 19. Jahrhundert, wo die Quellen tatsächlich mehrere Vorgänge einer Sachgruppe enthalten.