Mitteilungen des K. K. Archivrates 3.
Dr. Oswald Menghin: Über bäuerliches Archivwesen
Über bäuerliches Archivwesen. 71 Verzeichnis der Archivalien. 1370. Lehenbrief von »Herrn Conradten von Lewenberg auf Ulrichen ab Marsan in Ulten umb den halben Zehenden der dreyer Höf zu Paslan in Märninger Pfarr, genannt am Pach, und an der Wiesen und der Tyrolisch Hof, und dieselben Höf gehören den Kärlingern, Wennsern und der Herrschaft zu, von den Pizanern erkauft«. Vidim. Extrakt aus dem Sehatzarchiv-Eepertorium, Bd. 6, S. 434, Abt. Parteienlehenbriefe im Innsbrucker Statthaltereiarchiv 1875. 1 1516. IV. 28. Trient. Kaiser Maximilian I. verleiht dem Thomas Marsaner sowie seinen Brüdern Johann, Wolfgang und Sebastian den erblichen Eeichsadel. 0. Perg. Siegel abgerissen. 2 1566. Die Baumeister der vier Kirchen in Ulten bestätigen die Aufrichtung von drei gleichlautenden Stiftsurkunden, einer für die Familie Marsoner, einer für die Pfarrkirche in St. Pankraz und einer für die drei Kirchen in St. Wallburg, St. Nikolaus und St. Gertraud, in Betreff der von Thomas Marsoner, Georg Kosenberger, Kichter zum Stein unter Lebenberg, und Caspar Marsoner, dieser für sieh selbst und anstatt seines Pllegsohnes, seines Vetters Klaus, testierten Summe von 170 Gulden, davon der Kirche von St. Pankraz 100, vön Terlan 30, von St. Wallburg 20, von St. Nikolaus und St. Gertraud je 10 Gulden gebühren. Auszug aus der von der Partei vorgewiesenen O.-ü. Meran 1869. " 3 1591. Die von Thomas Marsoner, gewesenem fürstlichen kardinalischen Hausmeister zu Trient und Pfarrherrn in Ulten, hinterlassene Silberschale soll immer beim Stamme Marsoner bleiben, und zwar vom Ältesten des Stammes und Namens, welcher jetzt Niklas der Untermarsoner ist, verwahrt werden. Auszug aus der Verlassenschaftsabhandlung nach Kaspar Marsoner. Lana 1875. 4 1622. Aus dem Verlassenschaftsinventar des 1622 verstorbenen Nikolaus Marsoner, Sohnes des Sebastian Marsoner zu Untermarson, geht hervor, daß Thomas Marsoner der Sohn des erstgenannten war. Auszug aus dem Verlassenschaftsinventar nach Nikolaus Marsoner. St. Pankraz 1869. — Dem Auszuge ist ein Bericht von Josef Thaler angefügt, der aus den obigen urkundlichen Belegen und den Taufbüchern folgenden Stammbaum ersieht: Sebastian Marsoner, 1516 geadelt I Nikolaus Marsoner, f 1622 (laut Urkunde 1566. 1591, 1622). I Thomas Marsoner (laut Urkunde von 1622, Verlassenschaftsabhand- lung 1623, Veifaehb. fol. 161, Kop. Nr. 36). I Thomas Marsoner, geb. 1623 (laut Taufbuch zu St. Wallburg, Z. IV, 1623). " 5 1693. Carl Fuchs, Keichsgraf zu Keichberg, Jaufenburg etc. belehnt Andreas Marsoner mit 3 Teilen des Zehents vom Wegleithofe im Marsonwercb. 0. Perg. mit Siegel. 6 1702. Die Höfe Marsan und Waltsch, Nieschn, Auf der Egg, Zum Stubenvoll, Nerder Gueth, .Mayrhof oder Hoehhaus, Zu Hof, Am Innern Graben und Zum Parthn vergleichen sich über die Teilung einer bis-