Mitteilungen des K. K. Archivrates 3.

Alfons Žák: Das Stiftsarchiv in Geras (Niederösterreich)

Das Stiftsarchiv in Geras (Niederösterreich). 115 1522 Aug. 27. Erzherzog Ferdinand bestätigt die Stifte Geras und Pernegg. Orig, unbekannt. Erwähnt im Visitationsprotokoll v. J. 1544 im Wiener Staatsarchiv. Ebendort werden erwähnt confirmationes von Kaiser Friedrich IV. (1463—1493) und Maximilian I. (seit 1493), welche Urkunden ebenfalls nicht mehr vorhanden sind. 1522 Aug. 18, Wr.-Neustadt. Erzherzog Ferdinand belehnt das Kloster Pernegg mit Nondorf an der Wild. Or. 1 S. fehlt. 207 1523 Sept. 18. Peter und Anna Schauer, Bürger zu Eggenburg, verkaufen ihren Wald, »Die Tail« genannt (vgl. oben Nr. 137), dem Ritter Ulrich von Haselbach, Pfleger zu Eggenburg, und dessen Gattin Regina. Alte Kop. Pap. (Or. 1 S. im Krahuletzmuseum zu Eggenburg). 208 1525 Sept. 23, Wien. Erzh. Ferdinand quittiert dem Kloster Pernegg ein Darlehen per 100 fl. rheinisch. (Or. 1 S. verschollen. Eingetragen bei Alram, Dipl. Merkw. von Pernegg I, 110—111, abgedr. in den Blatt, f. Landesk. von N.-Ö. 1899, S. 197.) 209 1530 Juni 4, Stift Geras. Erhard, Abt, Egidius, Prior, und der ganze Konvent von Geras verkaufen die Kollatur samt Pension der Pfarr­kirche St. Peter zu (Klein-) Ranzern an die Stadtgemeinde Iglau. Alte Kopie. (Or. 2 S., im Stadtarchiv zu Iglau. Cf. Wolny, Kirchl. Top. Mährens VI, 51.) 210 1530 Juni 22, Geras. Erhard, Abt, Jakob Tumigckhl, Prior, und der Konvent von Geras verkaufen einige Grundstücke der Pfarren Japons, Blumau und Kirchberg an der Wild dem Herrn Wolf von Hofkirchen, Freiherrn zu Kollmitz. Or. 2 S. 211 1530 Juni 27, Augsburg. König Ferdinand I. erlaubt den Klöstern Geras und Pernegg, sich mit 900 fl. von der Veräußerung des vierten Teiles ihrer Renten, Gilten und Güter loszukaufen. Or. 1 S. 212 1530 Juni 28, Augsburg. Kais. Hoflager. Apostolischer Nuntius Vinzenz, Erzbischof von Rossa, bestellt den Olmützer Bischof Stanislaus zum Schiedsrichter im Streite des Stiftes Geras mit Christophor Haber- waschel um die Pfarre Fratting. Or. lat. 1 S. zerbrochen. 213 1530 Juli 8. Die Brüder Wolfhard und Gotthard Streun (Schwarzenau) kaufen vom Stifte Geras 7 Holden zu Minbach (öde) in der Pfarre Großhaselbach und von Pernegg 2 Holden ebenda mit der Pofiekhlmühle, was K. Ferdinand am 4. April 1535 in Wien bestätigte. (Reichsfinanzarchiv in Wien, Ost. Gedenkbücher Nr. 44, Fol. 49.) 1530 Juli 12, Kloster Pernegg. Thomas, Propst, Afra, Priorin, und der Konvent von Pernegg auf der Wardt verkaufen dem Stifte Göttweig Gilten zu Gösing. Alrams Kopie, Pap. (Or. 3 S., im Stiftsarchive zu Göttweig.) 214 1530 Sept. 12, Wischau. Bischof Stanislaus von Olmütz entscheidet den Streit um die Pfarre Fratting zugunsten des Stiftes Geras (cf. Urk. Nr. 213). Or. lat. 1 S. 215 8*

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