Mitteilungen des K. K. Archivrates 2. (Wien, 1916)

Von Regierungsrat Dr. Karl Siegl: Aus dem Egerer Stadtarchive

46 Dr. Karl Siegl. und reisige Leute mit einem roten Panier von Luditz gegen Schlacken­werth gekommen seien, weshalb die Egerer auf der Hut sein sollten. Orig, auf Pap. m. S. als Versohl., Fasz. 665. — (Nicht bei Palacky.) 64. (1429), Oktober 20 (am donerstag czu nacht nach sent Purcharts­tag), Dresden. — Der obengenannte Söldnerhauptmann Ulrich Sack be­richtet den Egerem über seinen Kampf mit den Ketzern »umb alten Dressen, daz en seyt der prucken leyt«. Orig, auf Pap. m. S. als Versohl., Fasz. 1. — (Nicht bei Palacky.) 65. 1429, Oktober 30 (sontage nest noch Symonis et Juda anno etc. 29), Meißen. — Die Herzoge Friedrich und Siegmund von Sachsen melden den Egerem, daß sich die Hussiten wiederum ihrem Lande nähern, und ersuchen, ihnen Hilfe nach Zwickau zu schicken. Siegler: Herzog Friedrich von Sachsen. Orig, auf Pap. m. S. als Versohl., Fasz. 1. — (Nicht bei Palacky.) 66. 1429, Oktober 31 (am montag allir heiligen obende anno etc. 29). — Niklas Fraß, Yogt (des von Plauen) zu Königswart, warnt die Egerer vor dem Anrücken der Hussiten und bietet ihnen seine Hilfe an. Orig, auf Pap. in. S. als Versehl., Fasz. 1. — Palacky, II, Nr. 611, S. 66, 67. 67. 1429, Oktober 31 (an aller heiligen abent anno 29). — Der Rat zu Elbogen meldet dem zu Eger, daß man nicht allein von den Hussiten täglich Anfechtung habe, sondern auch von den Herren Ozalta, Kolowrath, Burian (von Guttenstein), Kruschina von Schwanberg und anderen aus­ländischen Bayern und Vogtländern viel zu leiden hätte, und bittet, seine (des Elb. Rats) Interessen am Nürnberger Reichstage wirksamst zu vertreten. Orig, auf Pap. m. S. als Versehl., Fasz. 1. — Palacky, II, Nr. 612, S. 67, 68. 68. (1429), November 4 (am fritage nach allir heiligen tage). — Hans Gruswin, Vogt zu Arnshaug (Sachsen-Weimar) gibt den Egerem bekannt, daß er wegen der von ihm wider die Ketzer geforderten Hilfe erst seinen Herrn befragen müsse. Orig, auf Pap. m. S. als Versehl., Fasz. 816. — (Nicht bei Palacky.) 69. (1429), November 4 (am fritage nach omnium sanctorum), Meißen. — Die Herzoge Friedrich und Siegmund von Sachsen geben mit Berufung auf ihr früheres Schreiben (vom 30. Okt., Nr. 65) den Egerem bekannt, daß es dermalen nicht notwendig sei, den reisigen Zug zu schicken; im Notfälle werden sie sich wieder rühren. Orig, auf Pap. m. S. als Versehl., Fasz. 1. — (Nicht bei Palacky.) 70. (1429), November 10 (am montage czu abende vor Martini). — Hans von Wolfe(r)sdorff, Vogt zu Voitsberg (in Sachsen), verspricht den Egerem Hilfe gegen die Ketzer, wenn für den Unterhalt seiner Leute und Pferde in Eger gesorgt würde. Orig, auf Pap. m. S. als Versehl., Fasz. 1. — (Nicht bei Palacky.)

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