Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 8. (Dritte Folge, 1914)
Leutnant Matolcsy: Die Brigade Nugent im Herbstfeldzug 1813
Die Brigade Nugent im Herbstfeldzug 1818. 211 des Vizekönigs zu stände gekommen ist. Der Titel kennzeichnet den Inhalt. Die persönlichen Aufzeichnungen des Prinzen, die eigentlichen Memoiren, reichen zwar nicht bis an das Jahr 1813 heran, aber die Briefe aus dem denkwürdigen Herbste sind zahl- und inhaltreich und bilden eine wichtige Ergänzung der im Weil sehen Werke enthaltenen Angaben über die französischen Operationen und deren Beweggründe. An die Veröffentlichungen über den Feldzug in Innerösterreich müssen als Quellen noch angeschlossen werden: Wurz b ach, „Biographisches Lexikon” und Hirtenfeld, „Der Militär-Maria Theresien-Orden”; dann zwei Bücher über Kroatien, Vanicek, „Spezialgeschichte der Militärgrenze” und Boppe, „La Croatie Militaire” sowie die Regiments- geschichten des k. und k. Infanterieregiments Erzherzog Friedrich Hr. 52 und des k. und k. Husarenregiments Graf Radetzky Nr. 5. Beim Studium der Frage, welchen Einfluß der Abfall Bayerns auf die Kriegsereignisse in Illyrien ausgeübt hat, fanden vor allem das bekannte Napoleonwerk Fourniers, dann die Memoiren des bayrischen Ministers Graf Montgelas Verwendung, welch letztere aber gerade diese Epoche nur sehr flüchtig behandeln. Über die Stimmung von Volk und Regierung in Bayern während der kritischen Zeit gibt eine Broschüre von Doktor Christian Meyer Aufschluß. Der Aufsatz hebt sich vorteilhaft von den anderen Veröffentlichungen ähnlichen Inhaltes ab, die nicht ernst genommen werden können, da sie von der offenkundigen Tendenz beherrscht sind, das Verhalten Bayerns so darzustellen, daß es, auch von den heute bestehenden Anschauungen aus beurteilt, makellos erscheine. Über die Verhandlungen zwischen Bayern und den Verbündeten, eigentlich mehr über ihren äußeren Hergang als über den Gegenstand der diplomatischen Konferenzen, enthält das- Tagebuch eines Offiziers aus dem Hauptquartier des Generals W r e d e, des Fürsten T h u r n u ndTaxi s, sehr eingehende^ wenn auch nicht immer ganz verläßliche Angaben. Der in Frage kommende Teil des Tagebuches wurde durch den ObstL Pallua-Gall im Jahre 1911 in den „Mitteilungen des k. und k. Kriegsarchivs”, dritte Folge, VII. Band, veröffentlicht. 14*