Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 8. (Dritte Folge, 1914)
Leutnant Matolcsy: Die Brigade Nugent im Herbstfeldzug 1813
Quellen. Handschriftliche Quellen. Die Grundlage der Studie bildet das „Operationsjoumal des detachierten Corps unter GM. Graf Nugent” (k. und k. Kriegsarchiv, Feldakten, Hiller 1813, Xni, 38), das die wichtigsten Momente der Tätigkeit der Brigade vom 19. August 1813 bis zum 12. Mai 1814 in dürren Worten, ohne jedwedes kritische Beiwerk skizziert. Der Autor des in Frage kommenden Teiles, der bis 9. Oktober 1813 reicht, war nicht zu ermitteln. Das „Operationsjournal” ist nicht etwa ein Tagebuch in dem Sinne, daß es tägliche Aufzeichnungen, unmittelbar nach den Ereignissen gemacht, enthält, sondern es wurde Wochen oder Monate nach den zur Darstellung gelangenden Begebenheiten, etwa während eines Operationsstillstandes oder vielleicht gar erst nach Beendigung des Krieges verfaßt. Seine Daten sind daher meist spärlich, niemals aber verläßlich, bedürfen immer der Kontrolle und oft einer Rektifikation. Das Korrektiv für das Operationsjournal, zugleich aber auch eine wichtige und weitgehende Ergänzung desselben boten die Feldakten des k. und k. Kriegsarchivs. Es sind dies Relationen, Befehle, Meldungen etc. der Generale Nugent, R a di v o j e vi ch, Hiller u. a. Die aus diesen Dokumenten geschöpften Daten sind zumeist vollkommen verläßlich. Sehr wertvoll erwies sich der reiche Schriftennachlaß des FM. Nugent, der sich seit mehreren Jahren im Kriegsarchiv befindet. Die Nug ent-Akten ermöglichten es erst, eine bis in die Details gehende Darstellung der Operationen der Brigade zu geben; sie enthalten Rapporte der niederen Offiziere, dann eine Menge von Konzepten Nugents, welche durchwegs viel ausführlicher gehalten sind als die zmn Teile