Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 7. (Dritte Folge, 1911)

Gentz und Fasbender. Ungedruckte Briefe aus der Zeit von 1802 bis 1808. Mitgeteilt von Major Jacubenz

Gen^z und Fasbender. 79 volleren Richter, einen wahren und aufgeklärten Freund zu besitzen, dessen Beifall und Gunst mich für Vieles ent­schädigt. Ich werde stets Ihres Wohlwollens würdig zu sein mich bestreben. Dresden, den 7. Februar 1806. Meinen Brief v. 3. v. M. werden Sie erhalten und daraus ersehen haben, einmal mit wmleher fortdauernden Anhänglich­keit ich mich stets Ihrer Güte erinnerte, dann auch, daß ich keineswegs die Sache vergessen hatte, die Ihnen jetzt so viel Schererei gemacht hat und deren Wendung ich so aufrichtig bedauere. Es war, bei Gott, nicht meine Schuld, daß dieser fatale Vorfall eintrat. Ich konnte weder wissen noch ahnen, daß in dem Augenblick, wo meine Briefe in London ankamen, der Staatssekretär Hamm o.n d sich auf jene unglückliche Mission nach Berlin begeben haben, und dadurch die Zahlung die Coults von ihm zu erhalten hatte, für den Augenblick un­möglich gemacht werden würde. Sobald ich aber in Troppau in der Zeitung las, daß H. nach Berlin gegangen war, schrieb ich an Balvin, und hierauf aus Breslau zum zweitenmal, er möchte mir unver­züglich anzeigen, ob die Zahlung dennoch geleistet sei oder nicht, damit ich im letzteren Falle ohne Verzug das Nötige verfügen könnte. Auf diese Briefe erhielt ich keine Antwort, woraus dann bis zur größten Evidenz hervorgeht, daß B. ein Schurke ist. Gegen das jetzt ergriffene Hilfsmittel kann ich nichts sagen, so unangenehm es mir auch sein mag; muß Ihnen vielmehr aufrichtig danken, daß Sie dabei so viel für mich gethan haben. Es versteht sich von selbst, daß ich gleich An­stalten treffen werde, die Sache gründlich zu berichtigen und bitte Sie nur, den Interessenten zu wissen zu thun, daß es ganz eigentlich ihre Schuld ist wenn ich nicht früher dazu wirken konnte. Unterdessen rechne ich nun mit festem Ver­trauen darauf, daß Sie jeder ferneren, ganz unnützen Un­annehmlichkeit kräftig Vorbeugen werden.

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