Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 7. (Dritte Folge, 1911)

Gentz und Fasbender. Ungedruckte Briefe aus der Zeit von 1802 bis 1808. Mitgeteilt von Major Jacubenz

In einer Aktengruppe gemischten Inhaltes aus der Zeit von 1801 bis 1809 erliegen im Kriegsarchiv, eingestreut zwischen amtlichem Schriftenmaterial, einige Briefe des be­rühmten Publizisten und Staatsmannes Friedrich von Gentz, die an den damaligen Hofrat Matthias von Fasbender ge­richtet sind und nach dem Ableben des letzteren 1809, mit den in seinem Nachlasse Vorgefundenen Amtsschriften an die Registratur des Hofkriegsrates abgegeben wurden. Ist auch G e n t z e n s Lebenslauf, sein publizistisches und staatsmännisches Wirken genugsam bekannt und erst in der jüngsten Zeit wieder von ernsten Forschern gewürdigt worden1), so fehlte bis jetzt dennoch jede Kenntnis von seinen Beziehungen zu dem in der einflußreichen Stellung eines Präsidialchefs im Kriegsministerium unter Erzherzog Karl gestandenen Hof- und Konferenzrate von Fasbender. Da nun die bisher unbekannt gebliebenen Gentzschen Briefe immerhin geeignet sind, über das Verhältnis der beiden Männer zueinander einiges Licht zu verbreiten und auch sonst die meisten jener Fragen berühren, die damals im Vordergründe des allgemeinen Interesses standen, so werden sie hiemit der Öffentlichkeit übergeben, im übrigen aber bloß eine ganz flüchtige, an Hand der vorhandenen Quellen ent­worfene Skizze über Gentzens Werdegang bis zu seinem ') Siehe das vorzügliche Werk von Eugen Guglia „Friedrich von Gentz, eine biographische Skizze”, Wien 1901 und die in den Mitteilungen des Instituts für österreichische Geschichtsforschung XXI. Band, 1. Heft, 1910 erschienene interessante Abhandlung des ver­storbenen Privatdozenten Dr. W i 11 i c h e n „G e n t z und M e t- térnie h”.

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