Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 7. (Dritte Folge, 1911)

Hauptmann Bartsch: Zur Psychologie des Vaters Ferdinands von Schill

Zur Psychologie des Vaters Ferdinands von Schill. 55 Brün, den 13. Juli 1810. 0 merkung beifüge, daß mich sowohl als jeden anderen dieses berührte Verfahren Sr. k. Hoheit Erzherzog Ferdinand befremden muß, indem Derselbe, nachdem Er mich mit so vielen gemachten Versprechen aus einer gesicherten Lage gerissen hat, nicht nur schon längst mein gegenwärtiges Loos nicht beherzigt, sondern vielmehr mich aus eigener Macht gegenwärtig von einem Standpunkt verdrängen will, den ich nur mit ausdrück­lichen Befehl Sr. Majestät, meines nunmahligen Souverains, dessen Militärische Praorogative ich seit dem Eintritt in die k. k. Dienste genieße und trage, verlassen werde und dann erst blieb mir noch das Recht gegen Seine königl. Hoheit, Hochweiche mich aus der gesicherten Lage gerissen und in kaisrl. Dienste bei der Armee angestellt haben, meine Entschädigung zu suchen, indem ich nicht hineinzugehen habe in wie ferne die Gränzen Seiner k. Hoheit Stabsoffiziers anzustellen bezeichnet und beschränkt sind. In dieser Zuversicht siehet der Unterzeichnete einer gnädigen Entschlüßung entgegen und bittet womit ihm eine seiner Diensteskategorie angemessene Bestimmung ertheilet werden möge, indem wie die Beilage vom 8. Juli 1. J. sub 0. darstellt, Se. k. Hoheit Erzherzog Ferdinand die Bitte des Gefertigten nicht mehr eines gerechten Blickes würdigen wollen. von Schill m. p. Oberstleutnant.

Next

/
Thumbnails
Contents