Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Erzherzog Johanns "Feldzugserzählung" 1809 (1909)
II. Kapitel. Von der Eröffnung des Feldzuges bis an den Tag bei Pordenone (1. bis 15. April)
wehren, 30 Husaren, 4 dreipfündigen Kanonen nach Capo- distria anfgebrochen; aus Istrien rückte das Landwehrbataillon, von Seite der See hatten die Engländer eine Fregatte mit der kaiserlichen Marine gehen lassen. Es kam zum Gefechte und die Stadt hielt sich; Major Cazzan ließ Wurfgeschütz von Triest kommen. Am 13. kapitulierte die Besatzung. Die Berichte, die der Erzherzog in Passeriano erhielt, gaben die feindliche Avantgarde bei der Casa di Cordenons an der Cellina unter Seras an, sie sollte aus dem 8. Chasseurs 1300, 6. Husaren 400, 35. Infanterie 3000, 21. und 22. leichten zu 2 Bataillonen bestehen. Der Feind erwartete zwei Divisionen Verstärkung, die er auf 30.000 Mann angab. Diese Nachrichten bestimmten den Erzherzog, um sich von der wahren Lage des Feindes zu überzeugen, die Regimenter Josef-, Ott-, Erimont-Husaren, dann Savoyen- und Hohenlohe- Dragoner, 2 Kavalleriebatterien an den Brückenkopf in Bewegung zu setzen. Mit diesen wollte er abends aufbrechen und bis San Quirino rücken, um die feindliche Arriéregarde aufzusuchen und anzugreifen. GM. Wétzl erhielt den Befehl, mit der Avantgarde und Hohenzollern-Chevaulegers, V» Kavalleriebatterie auf der Hauptstraße zu rücken, um den Feind in fronte anzugreifen. Die Armee sollte den 15. früh abkochen und über Valvasone, Pordenone zu folgen. Volkmann wurde in die Kenntnis davon gesetzt und angewiesen über San Quirino, Sacile zu rücken. Gyurkovics nach Portogruaro und La Motta so schnell wie möglich vorzurücken.