Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Erzherzog Johanns "Feldzugserzählung" 1809 (1909)

III. Kapitel. Von dem Tage bei Pordenone bis zu dem Rückzuge von der Etsch, vom 15. April bis zum 1. Mai

go Der Feind stand in der Stellung- bei Caldiero, deutlich konnte man von der Höhe bei Soave und dem Turme bei Villanova seine Linien übersehen; er hatte alle seine Ver­stärkungen an sich gezogen, vorzüglich an Reiterei. General Macdonald war daselbst angekommen, 8 Divisionen war nunmehr das Heer; davon standen 5 bei Caldiero, 1 bei Legnago an der Etsch und Verona, 2 unter Baraguey d’Hilliers und Fontanelli gegen Tirol. Der rechte Flügel hielt Porcile besetzt, von da zog sich die Linie über Caldiero, Colognola, bis an den Hohlweg, wo der linke Flügel sich lehnte; in mehreren Treffen, einige Reiterei mit Geschütz an der Straße, vor der Front. Der Monte Bissone war besetzt, ebenso San Vittore. Die Armee rückte am 24. gegen Villanova und Boni­facio. Die zwei Brücken wurden daselbst hergestellt, Ge­schütz an demselben aufgeführt, in den Dämmen des Alpone sich eingeschnitten. GM. Splényi stand in San Stefano, hatte Arcole, Lucca, Ponte Zerpa besetzt und alle Brücken über den Alpone auf dieser Strecke abgebrochen. Die Avant­garde in Villanova. Das 9. Korps stand hinter Bonifacio, die Reserve und die Dragoner zu Lonigo und Lobia in Kantonierung. Das 8. Korps war bei Perarolo, Locara, Casa Carlotti und Torre di Confine, die Brigade Colloredo hielt Soave und die Höhen hinter diesem Orte besetzt, in Costeg- giola stand 1 Bataillon, auf Monte Bastia 1 Bataillon. Castello d’ Illasi war am 24. noch nicht besetzt, die vorpoussierten Truppen versäumten, es zu nehmen; am 28. hatte der Feind es besetzt. Abends wurde der Feind aus San Vittore und Monte Bissone herausgeworfen. Doch konnte dieser Posten nicht gehalten werden, weil der Angriff ohne Befehl, folglich ohne Unterstützung geschehen war. Oberstleutnant Hirs ch war in Este, besetzte Montagnana, der Feind war nach Legnago zurück. Zuccari war über Valdagno, Crespadoro auf Bolca vorgerückt. Er stand auf dem Monte Cristo und hielt die Quellen des Progno d’ Illasi. De la Nőtte mit 200 bis 300 Mann stand im Rücken des Feindes zu San Vitale. FML. Chasteier war indessen den 21. zu Bozen an­gekommen, den 22. wußte er den Sieg bei Sacile; sogleich setzte er sich in Bewegung gegen das südliche Tirol. Der

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