Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 6. (Dritte Folge, 1909)

Major Czeike: Die Cernierung und Erstürmung Wiens im Oktober 1848

342 C z ó i k e. Die Geschützreserve des I. Armeekorps, 18 Geschütze, 2 Eskadronen, am Laaerberg1). Die Kavallerie des II. Armeekorps, Brigade Klehe, 10 Eskadronen, 6 Geschütze, auf dem Wienerberg en reserve. Die Geschützreserve des II. Armeekorps, 24 Geschütze, auf dem Laaerberg2). Die Kavalleriereserve unter GM. Fürst Franz Liechten­stein, Brigade Bellegarde, 15 Eskadronen, 6 Geschütze, dann 2 Eskadronen König von Sachsen-Kürassiere, zwischen Roth- Neusiedl und Leopoldsdorf. Die Geschützhauptreserve (18 Geschütze) mit 2 Eska­dronen, vereint mit den Geschützreserven der einzelnen Armee­korps auf dem Laaerberg, zusammen 60 Geschütze. Infolge dieser Verteilung der Streitkräfte waren eigent­lich bloß die Truppen, welche in der Strecke zwischen der Nußdorfer und Gumpendorfer Linie standen, nämlich 133/g Ba­taillone, 4 Eskadronen und 30 Geschütze, als gänzlich aus der Hand gegeben zu betrachten, denn jene, welche für den Angriff auf die Leopoldstadt bestimmt waren, konnten nötigen­falls, wenn auch nicht ganz, so doch zum Teile, zur Ver­stärkung der zwischen der Schwechat und der Stadt kon­zentrierten Hauptmacht herangezogen werden. Zu den strategischen Rücksichten, welche den Feld­marschall bestimmt hatten, den Angriff auf den östlichen Teil der Stadtumfassung zu richten, gesellten sich überdies noch einige andere, wenn auch nur untergeordneter Natur. So war das Terrain gegenüber der St. Marxer Linie für die Aufstellung der Geschütze, welche den Angriff vorbereiten sollten, sehr günstig. Der Linienwall, der die Vorstädte Wiens umschloß, endete an dem Rideau zunächst der Marxer Linie, von dort zog in der Niederung nur mehr eine aus leicht wegzuräumenden Planken bestehende Absperrung bis an den Wiener Donaukanal, ein Umstand, welcher den Angriff auf diesen Punkt wesentlich erleichterte. 1) Die zwölfpfündige Batterie war der Division Hartlieb bei­gegeben. 2) l’/s zwölfpfündige Batterien waren zur Unterstützung des An­griffes der Division Hartlieb detachiert.

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