Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 6. (Dritte Folge, 1909)

Briefe des Feldzeugmeisters Paul Freiherrn Kray de Krajova et Topolya an seinen Bruder Alexander von Kray. Mitgeteilt und zu einer Lebensschilderung erweitert von Hauptmann Dr. Just - IV. Abschnitt. Krays Teilnahme am 2. Koalitionskrieg 1799-1801

276 Just. Märsche und Manövers nicht nur sehr erleichtert waren, sondern auch dessen Truppen die wesentliche Aufmunterung erhielten, aller Orten stets unentgeltlichen Unterhalt zu finden. Wenn nun alle diese Verhältnisse gegen die gefährliche und sorgen­volle Lage des FZM. Kray gehalten werden, so sollte man billigst überzeugt sein, daß dieser durch sein während vier Monate gezeigtes ent­schlossenes und durch mehrere gelieferte hartnäckige Schlachten und Gefechte gewagtes Ausharren — wobei er niemals eine Niederlage erlitt, vielmehr durch ordentliche, seinen Truppen Ehre machenden Rückzüge das feindliche Vordringen gegen die k. k. Erblande hinderte und den Feind nötigte, einen ehrenvollen Waffenstillstand einzugehen — alles getan habe, wozu ihn Pflicht und Treue gegen seinen Monarchen auf­forderte, und er den harten Tadel nicht verdiente, den einige seiner Gegner sich über dessen Benehmen erlaubten, sondern in der Folge bestätigte, daß es viel leichter sei, Feldherren zu tadeln — als selbe zu ersetzen.”

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