Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 4. (Dritte Folge, 1906)
Major Semek: Repressaliengefechte gegen die Montenegriner im Jahre 1838
Repressaliengefechte gegen die Montenegriner. 189 Roßbach, erließ schon am 5. folgende Disposition, deren Vollzug mit Anbruch des 6. auszuführen war: „Da verschiedene Terrieri aus der Zuppa, Cattaro und Mokrine diese Expedition mitmachen und besonders zur Verheerung der Felder und Häuser verwendet werden, so sind überall unsere Truppen eingeteilt, um denselben den "Weg und die Lokalitäten zu zeigen, daher selbe beizeiten von den Abteilungskommandanten an sich gezogen und belehrt werden müssen”. „Überhaupt muß sich alsogleich jeder Kommandant einer gemischten Angriffskolonne seine hier ausgesprochene Aufgabe herausschreiben und sich pünktlichst darnach benehmen, damit womöglichst der ganze Plan in Übereinstimmung ausgeführt werde. Es ' versteht sich von selbst, daß beim Eintreten außerordentlicher Ereignisse ein jeder sich nach Umständen benehmen wird, ohne jedoch das Ganze aus den Augen zu verlieren.” „1. Eine Jägerkompagnie und 50 Pastrovicchianer behalten Gomila besetzt und verteidigen es bis auf den letzten Mann; bedrohen den Weg gegen Östren und zerstören, wenn es leicht sein könnte, die vorliegenden Besitzungen der Montenegriner; patrouillieren links gegen die Einsattlung von Dolovi und halten rechts das Tal gegen Vidernak im Auge; der Herr Flügelkommandant darf nur im höchsten Notfall ein Drittel seiner Reserve vorziehen.” „2. Oradienizza—Spiridion bleibt mit einer halben Jäger- und einer halben Infanteriekompagnie und dem Reste der Pastrovicchianer samt 40 Cattaresern, den ältesten Hauptmann zum Kommandanten habend, besetzt, beobachtet und pratrouil- liert besonders seine Planke und unterstützt im Notfall Gomila; verteidigt aber seine Position (wozu der spitze Berg rechts vom Wege gehört) auf alle Fälle bis auf den letzten Mann, damit ja kein Feind gegen Marovich herabkomme.” „3. Die 100 Gattareser Terrieri (Serdar Nikolich), 1 Zug Jäger, 1 Zug Infanterie von 12 Pastrovicchianern geführt, brechen bei Tagesanbruch von Oradienizza auf und marschieren den nächsten Weg auf Vidernak—Pod Übel los. Dort angekommen verteilen sich die Terrieri nach Angabe der Pastrovicchianer in die Hütten und Felder und ruinieren und zün