Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte der K. und K. Wehrmacht 4. (1905)

Die Artillerie - Organisation und Entwicklung der Gebirgs-Artillerie - II. Gebirgs-Batterie-Division und Gebirgs-Batterien 1890-1903

241 Friedens-Stand des Ersatz-Depot-Cadres auf 14 Mann, der Kriegs-Stand einer schmalspurigen Feld-Batterie auf 105 Mann, jene des Ersatz-Depots auf 104 Mann festgesetzt1). Demnach beträgt der Kriegs-Stand der ganzen Division 37 Officiere, 1122 Mann und 531 Tragthiere. Nachdem mit 1. Januar 1893 die Gebirgs-Batterie Nr. 1 des 3. Corps- Artillerie-Begiments aufgelöst worden* 2), blieben neben der Gebirgs-Batterie- Division noch die Gebirgs-Batterien bei den Corps-Artillerie-Regimentern 1, 2, 6 bis 14 bestehen. Der Stand derselben beträgt nach dem Normale von 1891 im Frieden 68, im Kriege 111 Mann. Die Organisation des Jahres 1893 änderte diesbezüglich nichts. Der Zusatz „in Tyrol” bei der Bezeichnung der Gebirgs- Batterie-Division entfiel. Die Gebirgs-Batterien bei den Corps-Regimentern 1, 2, 6 bis 14 blieben ebenso wie deren Vermehrung im Kriege um eine weitere Gebirgs-Batterie, Nr. 2, bestehen. Neu ist nur die Aufstellung von 2 Gebirgs-Batterien im Kriege beim Corps-Artillerie-Regimente Nr. 3, dessen Friedens-Gebirgs-Batterie auf­gelöst worden war. Die Stände änderten sich nur um ein geringes, indem der Kriegs-Stand der Gebirgs-Batterie-Division nun 37 Officiere, 1146 Mann, 568 Tragthiere beträgt, jener einer Gebirgs-Batterie bei den Regimentern 113 bis 114 Mann3). Mit 1. Januar 1895 erfolgte eine neue Standesänderung bei der Gebirgs- Batterie-Division. Beim Stabe wurde ein berittener Divisions - Trompeter eingetheilt, ferner wurden 4 Geschütz-Vormeister systemisiert und die Batterie- Trompeter beritten gemacht, endlich eine Vermehrung um 4 Munitions-Trag- thiere und 1 Reserve-Tragthier angeordnet und beim Ersatz-Depot-Cadre 3 Reitpferde für Officiere eingestellt. Dafür trat eine Verminderung um 1 Vor­meister per Batterie ein4). Im Jahre 1898 erscheint der Friedens-Stand der Gebirgs-Batterien und Corps-Regimenter um 4 Geschütz-Vormeister und 1 Gebirgs-Reitpferd ver­mehrt, dafür um 4 Vormeister vermindert5). Die Adjustierung der Gebirgs-Batterien war stets jener ihrer Stamm- Abtheilungen conform, also bis 1865 jener des Raketeur-Regiments. Mit der Auflösung desselben waren jedoch Chargen und Bedienungs-Mannschaft wie die Küsten-Artillerie, Tragthier-Führer wie die Feld-Artillerie adjustiert. Alle trugen aber Pantalons ohne Lederbesatz und Strupfen, die Unterofficiere Stiefel ohne Sporen, ferner hatten die Gebirgs-Batterien beim Küsten-Regimente das Csako-Emblem dieses Regiments (K), jene beim 5. Artillerie-Regiment die Nr. 5 im Csakoschilde. Mit der Eintheilung zu den Festungs-Artillerie-Bataillonen nahmen nur Chargen und Bedienungs-Mannschaft die Adjustierung ihrer Festungs-Artillerie- Bataillone an, alle aber die Csako-, respective Knopf-Embleme derselben. 1871 erhielten die berittenen Unterofficiere (Feuerwerker) die dunkel­braune Anhängschnur. Mit der Aufstellung der selbständigen Batterie-Division wurde für diese bestimmt: Adjustierung wie die Feld-Artillerie, jedoch ohne Nummer und mit glatten Knöpfen, Kniehosen. Diese Adjustierung wurde 1903 geändert. Die Unberittenen erhielten lichtblaue Bantalons mit rothem Passepoil, dann Schuhe und lichtblaue Gamaschen; die Gebirgs-Artillerie hat keine Strupfen. Bei der Gebirgs-Batterie-Division hatten die Zugsführer und Corporate den Pionnier-Säbel, die Feuerwerker, Rechnungs-Unterofficiere und Curschmiede den Cavallerie-Säbel. J) Allerhöchste Entschliessung vom 26. December 1891. 2) Allerhöchste Entschliessung vom 25. Eebruar 1893. 3) Bei jeder 2. Gebirgs-Batterie 1 Corporal als Blessiertenträger. 4) N. Y. Bl., Circ. Verordn, vom 10. November 1894. 5) N. V. Bl., Circ. Verordn, vom 1. Februar 1898. Geschichte der k. und k. Wehrmacht. 17. Bd. I. Theil. 16

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