Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 3. (Dritte Folge, 1904)

Major Semek: Die Artillerie im Jahre 1809

82 Sernek. führte, daß wegen Mangel an Fuhrwerken ein großer Teil der beim Felddepot dieser Armee in Ried hinterlegten Vor­räte vernichtet werden mußte, während andererseits die Haupt­armee sich ein neues Depot zu bilden gezwungen war, was teilweise mit Hilfe des ehemals für das 1. und 2. Korps be­stimmten Depots geschah. Die Munition, welche die Reserveanstalten bei der Armee selbst, also bei der damals sogenannten Reserveartillerie depo­niert hatten und die mitgeführt wurde, war nach der Geschütz­zahl jedes Korps berechnet und so bemessen, daß man den möglichen Verbrauch in einer Schlacht mit der Zeitdauer, welche der Ersatz aus dem Felddepot beanspruchte, in das Kalkül des Ausmaßes zog. Diese Munition teilte sich in solche für die Infanterie, Kavallerie und Artillerie. Die Wagen, welche mit Infanterie- und Kavalleriemuni­tion beladen waren, enthielten je 5809 einlötige Infanterie­patronen oder gleich schwere Karabiner- und Pistolenpatronen, oder endlich einviertellötige Patronen für die Kavalleriestutzen, samt dem entsprechenden Zugehör an Kugelpflaster und Steinen für die Flinten, Karabiner und Pistolen. Die Wagen für die Artillerie waren mit jenen Munitions­sorten beladen, deren die Geschütze zum Ersätze bedurften. Ziffermäßig war der mitgeführte Ersatz für die einzelnen Geschützgattungen folgender: Ausweis über die Reservemunition für die einzelnen Geschütze1) Geschützgattungen und. Kaliber Kugeln Kar­tätschen Schrot­büchsen Sperr­schüsse Granaten Dr eipfünder..................................... 90 1 2 2 — — Sechspfünder................................. 94 26 — — — Zwölfpfünder................................. 12 3 40 — 22 — Sechspf. Kavalleriegeschütze . . 94 26 — — — Siebenpfündige Haubitzen . . . — — 12 — 72 *) Ein solcher Ausweis wie der vorliegende war nicht vorhanden. Derselbe mußte also unter Zugrundelegung aller vorhandenen summa-

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