Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 3. (Dritte Folge, 1904)

Major Semek: Die Artillerie im Jahre 1809

98 Sernek. so wurde im Einverständnisse mit der politischen Behörde aus einem diesbezüglich besser situierten Kreise eine größere Zahl von Pferden entnommen. Die in Ungarn stehenden Truppen mußten, weil daselbst keine Konskription statt­fand, meist aus den deutschen Ländern mit Fuhr- und Pack­wesen versehen werden. Die im Wege der Konskription ausgehobenen Pferde wurden kommissioneil nach ihrer Widmung klassifiziert und sodann derselben zugeführt. Nach Maßgabe der Aushebung von Mann und Pferden hatte das Fuhrwesen zuerst die Ausrüstung der Regimenter mit Proviantfuhrwesen und Packwesen, in zweiter Linie dann jene der Artillerie durchzuführen. Für die Aufstellung der 1809 nötigen Fuhrwesens­divisionen wurde mit Erlaß vom 16. Februar1) die Aushebung der konskribierten Fuhrknechte und Pferde anbefohlen. Die­selbe sollte binnen 14 Tagen beendet sein. Nach dem Repartitionsentwurfe, der die erforderliche Pferdebeistellung regelte, wurden die einzelnen Länder in folgender Weise davon betroffen und die konskribierten Pferde in folgende Stationen überführt2). Pferderepartition und Beistellungsorte. Länder, welche Pferde beistellten und Bestimmungsort der Pferde Zahl der Reit-, Zug- und Pack­pferde Böhmen 2836 1131 Mähren 2382 254 Galizien nach Krakau (sind bei der Ausrüstung daselbst schon vorhanden)............................................. 997 2804 Niederösterreich Innerösterreich nach Graz (teilweise schon bei dem Linien­geschütz von 4 Regimentern vorhanden) nach Karlstadt (außer jenen für 8 Bataillone Grenzer, die vorhanden sind) .................... 11 2 274 1203 ») K. A., H. K. E. 1809, K. 12, 44/15. 2) K. A., H. K. R. 1809, K. 12, 44/46.

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