Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 3. (Dritte Folge, 1904)
Major Semek: Die Artillerie im Jahre 1809
Die Artillerie im Jahre 1809. 91 während bei den anderen Hauptleute statt derselben die Keserve befehligten. Die Feldartillerie bestand im Jahre 1809 aus 4 Regimentern, dem Bombardierkorps und dem Feldzeugamte. Jedes Artillerieregiment teilte sich in den Stab und 4 Bataillone, mit zusammen 16 Kompagnien. Das Bombardierkorps bestand aus dem Stabe und 5 Kompagnien, das Feldzeugamt ebenfalls aus einem Stabe und dem Zeugspersonale. Der Stand1) eines Artillerieregiments betrug zirka 2815, des Bombardierkorps 1077, für das Feldzeugamt 465 Mann. Letzterer erscheint zu Beginn des Jahres 1809 um 37 überschritten. Die Dislokation der Regimenter war bei Beginn des Feldzuges folgende: 1. Regiment: Stab und 13 Kompagnien in Prag, 1 Kompagnie in Krakau, 1 Kompagnie in Lemberg, 1 in Theresienstadt. 2. Regiment: Stab in Wien, 13 Kompagnien in Wien und Konkurrenz, 2 Kompagnien in Graz, 1 in Triest. 3. Regiment: Stab und 10 Kompagnien in Olmütz, 3 in Brünn, 1 in Galizien, 1 in Ofen, 1 in Esseg. 4. Regiment: Stab und 3 Kompagnien in Budweis, 3 Kompagnien in Krumau, 2 in Karlsburg, 1 in Pest, 1 in Graz, 1 in Wittingau, 5 bei der ungarischen Reserveartillerie. Das Bombardierkorps stand mit dem Stabe und den 5 Kompagnien in Wien. Detachements desselben waren Anfang 1809 in Prag, Budweis, Olmütz, Ofen, Graz, Triest, ferner bei der galizischen Ausrüstung in Lemberg, Krakau, Przesko sowie bei der ungarischen Artilleriereserve 2). Das Feldzeugamt hatte seinen Stab ebenfalls in Wien. Das Zeugspersonale war in größeren und kleineren Posten respektive Detachements, in den Feldartilleriedepositorien der Monarchie verteilt. Ein größeres Detachement befand sich bei der galizischen, ein anderes bei der ungarischen Feldreserve eingeteilt. Die Hauptposten des Feldzeugamtes waren zu dieser Zeit: Wien, Budweis, Prag, Brünn mit der Filiale Olmütz, b K. A., Standeslisten 1809. 2) Ebenda.