Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 3/1. (1901)

Die bestehenden k. und k. Cavallerie-Regimenter - C. Die Uhlanen-Regimenter Nr. 1-8, dann 11-13

— 349 — Später vorübergehend als Verstärkung nach Tyrol gesendet, wirkten diese Abtheilungen bei Deckung des Rückzuges des Chasteler’schen Corps nach Kärnthen mit und zeichneten sich Abtheilungen bei St. Veit und Klagenfurt aus; Mitte Juni vereinigten sich dieselben bei Pápa mit der Armee des Erz­herzogs Johann. Von den in Tyrol gestandenen Escadronen kamen Abtheilungen an der Laditscher Brücke und bei Volano zur Verwendung; später in Nord-Tyrol stehend, zeichnete sich Rittmeister Henrion mit einer halben Escadron bei Deckung des Rückzuges nach dem unglücklichen Treffen bei Wörgl aus; eine Ab­theilung focht am Berge lsei (28. Mai). Nach dem Abzug des Corps Chasteler in Tyrol zurückgeblieben, kam eine Escadron nach Süd-Tyrol und zeichnete sich Rittmeister Schlager in den wiederholten Kämpfen um Trient aus; Rittmeister Banniza führte als Districts-Commandant einen gelungenen Streifzug gegen das Bellunesische aus; von den in Nord-Tyrol verwendeten Abtheilungen zeichnete sich Oberlieutenant Altmann mit einem Zuge in dem Gefechte bei Murnau durch einen gelungenen Angriff aus, durch welchen die Colonne des Majors Teimer (Landesschützen) vor Vernichtung gerettet wurde. Ein in Vorarlberg gestandenes Detachement unter Rittmeister Freiherrn von Esch endlich, welchem sich auch eine Abtheilung Jäger angeschlossen hatte, gerieth bei dem Versuche, sich durch Bayern nach Böhmen durch­zuschlagen, bei Neumarkt in der Ober-Pfalz in Gefangenschaft. Rittmeister Peter Chevalier Martyn und Oberlieutenant Joseph Alt­mann wurden mit dem Ritterkreuz, Regiments-Inhaber FML. Prinz Hohen- zoIlern für Auszeichnung bei der Armee in Deutschland (Gefecht bei Hausen) mit dem Commandeurkreuz des MTO. decoriert. 1812 im Auxiliar-Corps Schwarzenberg eingetheilt, focht das Regiment mit Auszeichnung bei Podubnie, Divin, Rudnja u. A. Oberstlieutenant Freiherr von Walterskirchen als Commandant eines Streif-Corps sich mehrfach aus­gezeichnet (Ueberfall bei Nieswiez und Glinki). 1813 focht das Regiment (3 Divisionen) in der Haupt-Armee eingetheilt bei Dresden; später wurde die Oberstlieutenants-Division unter Oberstlieutenant Gasser dem Corps des russischen General-Lieutenants Thielemann zu- getheilt und kämpfte bei Merseburg, Altenburg und bei der Einnahme von Zeitz mit wiederholter Auszeichnung. Die Oberst- nnd erste Majors-Division nahmen an den Gefechten an der Flöha, bei Chemnitz und Penig theil, in welch’ letzterem Rittmeister Werner sich hervorthat; dieselben fochten ferner mit Auszeichnung bei Liebertwolkwitz und Leipzig (16. October, am 18. auf Geschützbedeckung commandiert). Später kam das Regiment zu der Ein­schliessung von Dresden und rückte schliesslich nach Italien ab, wo dasselbe 1814 in der Schlacht am Mincio zwar anwesend war, jedoch nicht zur Action kam. 1815 rückte das Regiment erst im Juli zu dem in Böhmen gebildeten • Reserve-Corps und wurde nicht mehr auf den Kriegs-Schauplatz gesendet. Erzherzog Carl Ludwig. 1848 wirkten einige Abtheilungen des Regiments bei Unterdrückung des Aufstandes in Krakau mit (April). Im October wurde die Oberstlieutenants-Division in der Armee des FM. Fürsten Windisch-Graetz bei der Unterwerfung von Wien verwendet und machte dann in der Brigade Wyss des 2. Corps die Vorrückung nach Ungarn mit. Die erste Majors-Division stand im Corps Simunich, Gefechte bei Kosztolna und Jablonitz, Cernierung und Einnahme von Tyrnau. Ein Flügel der Oberst- 1. Escadron rückte, der Colonne Frischeisen zugetheilt, im Waag-Thale vor. (Die übrigen Abtheilungen verblieben in Galizien.) 1849 focht die Oberstlieutenants-Division bei Ipoly-Sägh, Scheinnitz, Waitzen und Nagy-Sarló, an welch’ letzteren Affairen sich auch der Flügel der Oberst- 1. Escadron betheiligte. Die erste Majors-Division stand, nach einer vorübergehenden Streifung im oberen Waag-Thale. bei der Cernierung von Leopoldstadt, später (März—April) bei jener von Komorn, wo sie an mehrfachen Recognoscierungen und Streifungen thätigen Antheil nahm (Gefecht bei Hetény). Eine Escadron derselben wurde am 22. April im Meierhof Oereg-

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