Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 3/1. (1901)

Die bestehenden k. und k. Cavallerie-Regimenter - A. Die Dragoner-Regimenter Nr. 1-15

1800 erlitt das Regiment bei Engen grosse Verluste, focht bei Möskirch und zeichnete sich unter Oberst von Nordmann in dem Treffen bei Neuburg aus. — Später nahm dasselbe an dem Treffen bei Ampfing, den Gefechten bei Salz­burg (Viehhausen) theil und trug bei Schwanenstadt zur Rettung des Artillerie- Parkes bei. Rittmeister Ignaz Freiherr von Lederer aussertourlich zum Major befördert. Chevauxlegers-Regiment Nr. 4. 1805 zeichnete sich die Oberstlieutenants-Division unter Oberstlieutenant Chevalier de Roussel in dem Gefechte bei Wertingen aus, das Regiment in jenem bei Jungingen. Zwei als Bedeckung eines Artillerie-Parkes detachierte Divisionen schlugen sich unter dem genannten Oberstlieutenant nach Böhmen durch, wohin auch die zwei anderen im Corps des Erzherzogs Ferdinand gelangten (Gefecht bei Eschenau). Des schwachen Standes wegen wurde aus dem Regimente später nur eine Division formiert, welche das Treffen bei Stecken mitmachte. Oberstlieutenant Franz Chevalier de Roussel erhielt den MTO. Vincent. 1809 erneuert bei der Armee in Deutschland (2. Corps) ein- getheilt, focht das Regiment bei Dinzling, Schierling (Abensberg), Eggmühl und Regensburg, dann bei. Aspern. In der Schlacht bei Wagram zeichnete sich das Regiment unter Oberst de Fierland durch einige mit Bravour unter­nommene Attaquen bei Baumersdorf aus. Oberlieutenant Carl Pfeifer für besondere Auszeichnung aussertourlich zum Second-Rittmeister befördert. Eine Division unter Oberstlieutenant Scheibler stand in dem von dem Genannten geführten Streif-Corps, welches einige gelungene Unternehmungen ausführte. 1813 focht das Regiment bei Dresden und zeichneten sich auf dem Rückzuge nach dieser Schlacht 2 Escadronen unter Rittmeister de Vaulx als Nachhut mehrfach aus. Das Regiment nahm weiter an dem Ueberfalle auf Freiberg theil und zeichnete sich unter Oberst Gallois in dem Gefechte bei Stössen-Wethau aus, endlich Schlacht bei Leipzig. Ein Streif-Commando unter Major de Vaulx überfiel Neufchätel und er­beutete dort bedeutendes Kriegs-Materiale. Regiments-Commandant Oberst Franz von Gallois und Major Carl Baron de Vaulx wurden mit dem MTO. decoriert. 1814 war das Regiment bei der Blockade von Besan^n und nahm theils vereint, theils abtheilungsweise an der Einnahme von Chälons-sur-Saöne, den Gefechten bei Maisons-blanches (Ma^on), in welchen Rittmeister Peter Freiherr von Wuesthoff sich ausgezeichnet, dem Treffen bei Maijon, den Gefechten vor Lyon theil, endlich später an jenem bei Romansx). Decoriert wurde mit: LO. Rittmeister Vincenz Rivé2 2). 1815 stand das Regiment vor Schlettstadt und kam nur eine detachierte Escadron unter Rittmeister Friedrich Freiherrn von Schnellen in einem Ge­fechte bei Markolsheim zur Action. 1821 Feldzug in Neapel, ohne Gefecht. • Windisch-Graetz. 1848 stand das Regiment in Italien und gelangte meist nur abtheilungsweise zur Verwendung; die Oberst-Division, in Mantua stationiert, war bei der Einnahme von Castelnuovo, dem Gefechte bei Santa •) In Folge des schwachen Standes de3 Regiments ivnrde die erste Majors-Division nacli Beendigung der Feindseligkeiten in die anderen vertheilt und sofort in Böhmen neu formiert. 2) Starb an den bei St. G-eorges (Lyon) erhaltenen Verwundungen am 11. April 1814. 15 Geschichte der k. und k. Wehrmacht. III. Bd.

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