Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 3/1. (1901)

Die bestehenden k. und k. Cavallerie-Regimenter - A. Die Dragoner-Regimenter Nr. 1-15

— 217 — anlässlich der zweiten Theilung Polens, die Oberst- und die Majors-Division zu dem zur Sicherung von Galizien, an der Weichsel versammelten Corps und verblieben dann bis 1797 in den neu erworbenen Gebieten (West-Galizien). In diesem Jahre wurde die Oberst-Division zu dem bei Wien gesammelten Beserve-Corps beordert und rückte später nach Inner-Oesterreich ab; die Majors-Division wurde zum Schutze der Bukowina gegen die räuberischen Einfälle türkischer Horden dahin entsendet und kamen einzelne Detachements bei dieser Gelegenheit zur Action. Im Jahre 1800 endlich wurde die Oberstlieutenants-Division zu der in Ungarn gebildeten Beserve-Armee gezogen, gelangte jedoch zu» keiner Ver- wendung. 1805 auf dem Kriegs-Schauplatze in Italien stehend, kam das Begiment weder bei Caldiero, noch auf dem späteren Bückzuge, in das Gefecht. 1809 in der Armee des Erzherzogs Johann in Italien eingetheilt, focht das Begiment bei Pordenone und Eontana-Fredda und erlitt auf dem späteren Bückzuge, in der Schlacht an der Piave bedeutende Verluste. Abtheilungen machten später noch das Gefecht bei Windisch-Feistritz, die Einnahme von Graz, das Gefecht bei Leoben mit; die Beserve-Escadron focht bei Baab. 1813 war das Begiment bei der Armee in Inner-Oesterreich, kam jedoch, unbedeutende Scharmützel abgerechnet, nicht zur Action. 1814 focht es mit Auszeichnung, aber starkem Verluste, in der Schlacht am Mincio. 1815 in Süd-Erankreich, ohne Gefecht. 1848 stand das Begiment in Siebenbürgen und nahmen die Abtheilungen desselben, wiederholt vereinzelt den verschiedenen Colonnen (Brigaden) zuge- theilt, an einer Beihe von grösseren und kleineren Affairen theil. So standen anfänglich die Oberstlieutenants-Division, dann die Oberst- 2. und Majors- 1. Escadron im Haupt-Corps und nahmen an den Gefechten bei Maros-Vásárhely und der Einnahme von Klausenburg theil. Nach dieser betheiligte sich die Oberstlieutenants-Division an dem Gefechte bei Csúcsa und kam die halbe 1. Escadron in die Colonne Urban, in welcher sie den späteren Bückzug in die Bukowina mitmachte *); die andere halbe 1. und ganze 2. Escadron der Oberstlieutenants-Division rückten dann im Haupt-Corps nach Kronstadt. Die Oberst- 2. Escadron wurde der Colonne Jabloiiski zugetheilt und kam nach den Gefechten bei Deés und Kopolna gleichfalls in die Bukowina; die Majors- 1. Escadron wurde später dem Streif-Corps des Bittmeisters von derHeydte des Begiments zugetheilt, in welchem sich bereits die Oberst- 1. Escadron befand und dessen Haupt- Aufgabe die Unterwerfung der Székler-Districte war. Die Majors- 2. Escadron, welche Anfangs einer selbstständigen Colonne im Norden Siebenbürgens zugetheilt war, erhielt später ihre Eintheilung in der gegen das Burzenland dirigierten Brigade Stutterheim. Abtheilungen dieser drei Escadronen betheiligten sich an den Gefechten bei Köpecz, Hidvég, Marienburg und Tartlau. 1849 fochten sechs Züge der Oberstlieutenants-Division in dem Haupt- Corps bei Gálfalva, Hermannstadt, Stolzenburg, Salzburg und Mühlenbach. Nach Vereinigung mit der Majors-Division, welche bisher im Streif-Corps Hevdte gestanden und das Gefecht bei Honigberg mitgemacht hatte (hier auch die Oberst- 1. Escadron), fochten diese Abtheilungen bei Kis-Kapus und Mediasch, machten dann den Bückzug in die Walachei mit (Gefechte bei Zeiden und an der Frecker Brücke). Bei der erneuerten Offensive focht das Begiment (die Oberst- 1. Escadron mittlerweile auch eingrückt) bei Szemerja und Tusnád. Die in der Bukowina stehenden Abtheilungen (Oberst- 2. und ein Zug der Oberstlieutenants- 1. Escadron) nahmen in der Colonne des Obersten Urban an dem Gefechte bei Bayerdorf, dem Ueberfall auf Maroseni theil; im Sommer­') Ein in der Almás detachierter Zug gerieth in Gefangenschaft, so dass eigentlich nur ein Zug in der Colonne Urban stand.

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