Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 3/1. (1901)

Die bestehenden k. und k. Cavallerie-Regimenter - A. Die Dragoner-Regimenter Nr. 1-15

- 188 — Gefechte hei TaufFers und Martinsbruck, sowie den beschwerlichen Rückzug derselben nach Landeck mit. Das Regiment kam später nach Italien, stand eine Zeit vor Tortona, focht hei S. Giuliano, mit Auszeichnung bei Novi; die Oberstlieutenants-Division kämpfte noch bei Lezegno, das Regiment bei Genola, wo sich insbesondere Oberlieutenant von Gordon durch hervorragende Tapfer­keit auszeichnete. 1800 nahm das Regiment an dem Gefechte bei Romano, der Schlacht bei Marengo theil (bei Pozzolo nicht in das Gefecht gekommen). . Oberlieutenant Anton Gordon erhielt für Auszeichnung bei Genola den MTO. Dragoner-Regiment Nr. 1. 1805 hatte das Regiment seine Eintheilung im Corps Kienmayer am Inn und kamen nur einzelne Abtheilungen auf dem Rückzuge bei Lambach und in einigen unbedeutenden Scharmützeln zur Action. Zwei Escadronen nahmen später an der Schlacht hei Austerlitz theil (die übrigen Abtheilungen theils zu Besatzungsdiensten, theils als Bedeckung von grösseren Munitions- und Verpflegs-Colonnen verwendet.) Regiments-Inhaber Se. kais. Hoheit Erzherzog Johann wurde für seine Verdienste in Tyrol mit dem Commandeurkreuz des MTO. ausgezeichnet. 1809 stand das Regiment im 2. Corps (Kolowrat) und kam bei Regens­burg nur die Majors-Division zur Action. Das Regiment zeichnete sich später hei Aspern aus und focht noch bei Wagram, Korneuburg und Znaym. Regiments-Inhaber Erzherzog Johann erhielt für die vorzügliche Leitung der Armee in Italien das GK. des MTO. 1812 stand das Regiment mit 2 Divisionen bei dem Observations-(Reserve-) Corps in Galizien, trat aber nicht in Action. 1813 bei der böhmischen (Haupt)-Armee eingetheilt, trug das bei Dresden nicht in Action getretene Regiment, unter Oberst von Sück, durch rechtzeitiges thatkräftiges Eingreifen, wesentlich zu dem Siege hei Kulm bei. Das Regiment kam bei Leipzig gleichfalls nicht zur Action und war auch bei Hochheim wenig engagiert. 1814 stand das Regiment anfänglich vor Besanpon und kam dann in die Süd-Armee, in welcher es die Gefechte vor Lyon mitmachte und wurde dann abtheilungsweise theils hei Durchstreifung des Jura, theils bei den Expeditionen gegen die Loire und in die Auvergne verwendet. Rittmeister Albert Leblanc erhielt für Auszeichnung vor Lyon den LO. 1815 stand das Regiment in Frankreich, kam aber nicht vor den Feind. 1848 rückte das Regiment aus seiner Friedens-Station Essegg, nachdem ein Anschluss an das Corps des Banus nicht möglich war, nach Warasdin und trat in den Verband des Corps Nugent, in welchem Abtheilungen an den Gefechten bei Friedau und auf der Mur-Insel theilnahmen. 1849 machte das Regiment die Vorrückung gegen Essegg mit und kamen nunmehr die Oberst-Division, dann die Oberstlieutenants- 1. und Majors- 2. Escadron in die Haupt-Armee, in welcher die beiden letztgenannten Esca­dronen die Schlacht von Kápolna mitmachten: die Oberst-Division focht, später dem Corps Csorichzugetheilt, bei Waitzen und Nagy-Sarló, die Oberstlieutenants­1. Escadron (Rittmeister Hurth) endlich nahm an der heldenmüthigen Ver- theidigung von Ofen Antheil, während die Oberstlieutenants-2., im Corps Nugent verblieben bei der Cernierung von Peterwardein stand. Im Sommer-Feldzuge standen die Majors-Division und Oberstlieutenants­2. Escadron in der Süd-Armee des Banus, kamen aber nur bei O-Becse zur Action1). Die Oberst-Division focht auf der Schütt bei Nyárasd, dann bei Raab 1) Die Division war in Folge von Krankheiten im Stande so herabgekommen, dass vor­übergehend aus derselben und einer von Schwarzenberg-Uhlanen Nr. 2 eine combinierte Division formiert wurde ; später wurde die Oberstlieutenants- 2. Escadron aufgelöst und zur Completiernng in dieselbe vertheilt.

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