Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 3/1. (1901)
Die bestehenden k. und k. Cavallerie-Regimenter - A. Die Dragoner-Regimenter Nr. 1-15
— 161 — Schmerzing. 1748 kämpfte das Regiment bei Codogno, zeichnete sich bei Piacenza aus und focht dann noch bei Rottofreno. 1747 machte es den Zug in die Provence mit. 1757 focht das Regiment in der Schlacht bei Kolin, in welcher der Carabinier-Rittmeister Baron Rüdt sich auszeichnete, dann in jenen bei Breslau und Leuthen, 1758 in jener bei Hochkirch *)• 1759 zeichnete es sich unter seinem Commandanten, Obersten Sigmund Freiherrn von Gabeikoven in dem Treffen bei Meissen aus; speciell auch die Carabinier-Compagnie sich erneuert hervorgethan; das Regiment nahm noch an dem Gefechte bei Pretsch (Sackwitz! und dem Treffen bei Maxen theil. Oberst Gabeikoven, sowie Rittmeister Franz Freiherr Rüdt von Collenberg wurden nachträglich mit dem MTO. decoriert. 1760 stand das Regiment im Corps Loudon und focht bei Landshut und Liegnitz. 1761 war es bei der Haupt-Armee in Sachsen, später 1762 bei jener in Schlesien und kam nur bei Peilau in das Gefecht. D’Ayasasa. 1778/79 bei der Haupt-Armee in Böhmen, ohne Gefecht. Jacquemin. 1783 war das Regiment bei der Haupt-Armee im Banate und hielt sich auf dem Rückzuge von Karansebes gut. 1789 stand es vor Belgrad. Mack. 1793 auf den Kriegs-Schauplatz an den Rhein gerückt, nahmen Abtheilungen des Regiments an den Gefechten bei Rheinzabern, Landau, der Einnahme der Weissen burger Linien, den Gefechten im Brumpter Walde u. A. theil; in dem Gefechte bei Reichshofen (Uttenhofen) zeichnete sich die Oberst- Division unter Rittmeister Johann Laschanek durch eine glänzende Attaque aus; endlich säuberte Major Wallthör mit seiner Division den Schweighauser Waid (Gefecht bei Neuweiler). Rittmeister Laschanek wurde mit dem MTO. decoriert, 8 Officiere wurden belobt. 1794 war das Regiment trotz vielfacher Hin- und Hermärsche in keine grössere Action gekommen. 1795 stand das Regiment am Ober-Rhein (vor Mannheim), wo es einen gelungenen Ueberfall auf Schwetzingen ausführte; in dem Gefechte bei Frankenthal zeichnete sich Rittmeister Adam Pletzger mit seiner Escadron aus; derselbe wurde mit dem MTO. decoriert. 1796 in der Armee des Erzherzog Carl eingetheilt, zersprengte das Regiment unter seinem Commandanten Obersten Grafen Orsini-Rosenberg in der Schlacht bei Amberg ein aus 3 Bataillonen bestehendes feindliches Quarré und focht mit Auszeichnung bei Würzburg. 1797 am Rhein, ohne Gefecht. Ciirassier-Regiment Nr. 10. 1799 erneuert auf dem Kriegs-Schauplatz in Deutschland stehend, focht das Regiment unter Oberst von Wallthör mit Auszeichnung bei Stockach und war später, am Rhein verblieben, in dem Gefechte bei Löchgau. 1800 kam das Regiment bei Donauwörth in das Feuer und nahm später an der Schlacht hei Hohenlinden und einigen Rückzugs-Gefechten, bei Salzburg, Lambach, Kremsmünster u. s. w., theil. Cürassier-Regiment Nr. 6. 1805 mit vier Divisionen auf dem Kriegs-Schauplatze in Deutschland eingetheilt, zeichnete sich die Majors-Division unter Major von Flachenfeld in dem Gefechte am Michaelsberge bei Ulm aus; das Regiment schlug sich x) An der Campagne 1756 nahm nur der aggregierte Obristlieutenant Churfeld als Volontär theil und zeichnete sich, als General-Adjutant verwendet, aus. Geschichte der k. und k. Wehrmacht. III. Bd. 11