Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 2. (1898)

Aufgelöste Fuss-Truppen - I. Infanterie-Regimenter (Regimenter zu Fuss)

Gralizisches Linien-Infanterie-Regiment Nr. 23. (1807) Haupt-Werb-Bezirks-Station: Zamosc. (1807) Ferdinand, Grossherzog von Wurzburg, FM. Errichtung und nachgefolgte Veränderungen. 1672 laut Patent vom 22. December durch Obrisf Wopping im Reiche aufgestellt; 1079 einige Com­pagnien der aufgelösten Regimenter Massimi und Dieppenthal incorporiert; ebenso 1684 eine von Anhalt übernommene Compagnie. 1685 erhielt das Regiment 300 Mann (Rekruten) von Stadl (Nr. 17), 1693 zwei Compagnien des aufgelösten Regiments O’Gilvy, endlich 1707 300 Mann von D’Albon1). 1711 eine Compagnie zur Errichtung des für den Dienst in Spanien bestimmten Regiments Tokio (1720 aufgelöst) abgegeben. 1725 drei Compagnien des aufgelösten Regiments Bonneval incorporiert. 1731 zwei Auctions-Compagnien von Miiffling (Nr. 26) anher. 1741 eine Compagnie des aufgelösten Regiments Schmettau eingetheilt. 1769 erhielt das Regiment die Nummer 23. 1809 (1810) wurde dasselbe in Folge Abtretung seines Werb-Bezirks aufgelöst und in Komorn dissolviert. Ergänzung. 1766 erhielt das Regiment einen ständigen Werbe-Rayon im schwäbischen Kreise, sowie auf dem Gebiete seines Inhabers (Baden- Baden); 1781 den ständigen Werb-Bezirk in Nieder-Oesterreich, Viertel unter dem Mannhardsberg (unterer Theil) mit der Stabs-Station Krems, dazu 1782 einen Aushilfs-Bezirk in Galizien (Zolkiew). 1807 wurde es mit der Ergänzung ganz an diese Provinz überwiesen und erhielt den Werb-Bezirk zu Zamosc in West-Galizien. Grenadier-Division. Dieses Regiment war das Erste der Armee, bei welchem eine Grenadier-Compagnie formiert wurde* 2). Von 1769 an stand die Division des Regiments mit jener von Nr. 24 im zweiten niederösterreichischen Bataillon (á vier Compagnien); 1779 die Division von Nr. 14 in dieses Bataillon eingetheilt; 1781 statt jener von Nr. 14 die von Nr. 49 anher (bis 1797). In dem Feldzuge 1799—1801 bildeten die Divisionen von Nr. 4 und 16, in dem von 1809 jene von Nr. 12 und 20 mit der des Regiments ein Bataillon. Friedens-Garnisonen. 1673Mähren, 1674 Ober-Oesterreich, 1675Schlesien, 1677 Ober-Ungarn, 1679Kaschau, 1699 Eperies-Ofen, 1713—1738 Niederlande und Luxemburg, 1739 Siebenbürgen, 1746 Peterwardein, 1763 Pavia, 1770 Cremona, 1771 Mantua, 1775 Wien, 1783 Krems, 1784 Stockerau, 1787 Krems, 1788 Wien. 1798 Klagenfurt, 1801 Korneuburg, 1805 Korneuburg, 1808 Olmütz. ­*) Siehe „Leichte Truppen”. 2) Markgraf von Baden erhielt 1682 von Kaiser Leopold I. die Bewilligung, 10 Mann per Compagnie zu Grenadieren zu übersetzen (K. A., H. K. B. 1682, Prot. Reg. Pol. 180) und waren diese von 1684 an in eine Compagnie formiert.

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