Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 1. (1898)

Die Fuss-Truppen - II. Die Jäger-Truppe - Die Feld-Jäger-Bataillone Nr. 1-32.

— 698 — 1849 im Verbände des 1. Annee-Corps hatte das Bataillon in den Ge­fechten hei Gambolo und Vigevano erneuert Gelegenheit, sich hervorzuthun und kam dann in die zur Säuberung der Romagna bestimmte Division Wimpffen, wirkte bei dem Angriffe auf Bologna, bei jenem auf Ancona mit und bestand in der Verfolgung Garibaldi’s einige kleinere Gefechte bei S. Angelo und Macerata-Feltria. Für hervorragende Leistungen in diesen beiden Feldzügen wurden decoriert mit: MTO. Dem an seiner tödtlichen Verwundung hei Vicenza gestorbenen Bataillons-Commandanten Obersten von Kopal nachträglich zuerkannt; dann Hauptmann Joseph Jabionski (Vicenza). LO. Bataillons-Commandant Oberst Kopal (für Sta. Lucia); dann dessen Nachfolger Major Descovich von Oltra. EKO. 3. Die Hauptleute Ignaz Edler von Beckh (vor Ancona gefallen, 1849), Ludwig Brand und Franz Silier; Oberlieutenant Peter Lämmer. MVK. Die Hauptleute Michael Freiherr von Lütgendorf, Franz Silier und Peter Lämmer; die Oberlieutenants Theodor Edler von Ko doli t sch, Joseph Latour von Thurmburg; die Unterlieutenants Wenzel Meder und Friedrich Milliner1). Die ehrenvollste Anerkennung der ausgezeichneten Waffenthaten wurde dem braven Bataillon von der Armee in Italien durch die Widmung des früher erwähnten Signalhornes zu theil. 1859 focht das Bataillon, im 2. Armee-Corps (Eduard Liechtenstein) ein- getheilt, mit gewohnter Tapferkeit hei Magenta (Vertheidigung von Buffalora, Kämpfe bei Ponte nuovo di Magenta), erlitt aber bedeutende Verluste. In der Schlacht von Solferino war dasselbe wenig engagiert. Decoriert wurden mit: LO. Die Hauptleute Johann Klein und Johann von Tamássy (Letz­terer gefallen, nachträglich zuerkannt). EKO. 3. Bataillons-Commandant Oberstlieutenant Eduard Netzer von Sillthal; Hauptmann Joseph Gumpenberger; Oberlieutenant Wenzel Meder. MVK. Hauptmann Carl Pochobratzky; die Oberlieutenants Carl Oesterle, Matthias Griessmaier und Julius Lanzenstorfer; Unterlieu­tenant Clemens Lossen; dann dem gefallenen Oberlieutenant Carl Freiherrn von Diemar nachträglich zuerkannt. 1866 stand das Bataillon zu Beginn des Feldzuges in Rovigo, wurde sodann im Vereine mit dem 13. Husaren-Regiment (leichte Brigade Szápáry), abtheilungsweise zur Bewachung des unteren Po in der Strecke von Ficcarolo bis Villanova-Marchesana (Papozze)* 2), beziehungsweise des sich bei Ferrara sammelnden Corps Cialdini verwendet, verblieb auch, nachdem alle übrigen Truppen aus der Polesine zu dem Hauptschlage (Schlacht bei Custozza) bei Verona concentriert wurden, isoliert in dieser Aufstellung und kam diesem sehr anstrengenden Dienste mit dem gewohnten Pflichtgefühle nach. Später zur Armee einberufen, bildete dasselbe bei dem Rückzuge des 7. Corps durch Venezien bis zur Einwaggonierung die Arriéregarde, ohne in Action zu treten. Die 2. Depot-Compagnie kämpfte, im combinierten 37. Feld-Jäger-Bataillon eingetheilt, bei Custozza. Decoriert wurden mit: EKO. 3. Oberlieutenant Emil Ritter von Arbter (dem Generalstab zu- getheilt). MVK. Hauptmann Carl Conte Modena (eingetheilt im combinierten 37. Feld-Jäger-Bataillon). 1878 in der 7. Infanterie-Truppen-Division eingetheilt, Gefechte bei Rogelje und Jaice, Einnahme von Livno. *) Nachträglich 1853. 2) Circa 45 Kilometer.

Next

/
Thumbnails
Contents