Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 1. (1898)

Die Fuss-Truppen - II. Die Jäger-Truppe - Die Tyroler Kaiser-Jäger

A. Das Tyroler Jäger-Regiment (1816—1895). Ergänzungs-Bezirks-Commanden: Nr. 1 (1816) Innsbruck, Nr. 2 (1891) Brixen, Nr. 3 (1891) Trient. (1848) Kaiser Franz Joseph. Errichtung und nachgefolgte Veränderungen. 1816 mit 1. Januar (Allerhöchste Entschliessung vom 29. Mai 1815) mit dem Stande von vier Feld-Bataillonen (ä sechs Compagnien) in Tyrol und Vorarlberg aufgestellt. Als Stamm hatte für dieses neue Regiment das 1813 errichtete, drei Bataillone starke „Fenner Jäger-Corps” zu dienen und auch alle aus königl. bayerischen Diensten rückkehrenden Tyroler und Vorarlberger, sowie Soldaten dieser Nationalität, welche in anderen Regimentern dienten, waren, wenn selbe darum baten, in dasselbe einzutheilen *). Mit Ende März 1849 wurde das Regiment in sechs Bataillone zu vier irnd ein 7. Bataillon zu sechs Compagnien formiert* 2), wozu 1852 drei Depot- Compagnien kamen, welche 1854 in ein Depöt-Bataillon vereinigt wurden. Dieses letztere wurde 1858 aufgelöst, jedoch zu Beginn des Feldzuges 1859 wieder aufgestellt, dessgleichen ein 8. Bataillon neu formiert (ersteres im October wieder aufgelöst)3). 1864 wurde das Regiment wieder in sechs Bataillone k sechs Compagnien und einen Depöt-Bataillons-Cadre formiert, daher das 7. und 8. Bataillon auf­gelöst, dessen Compagnien in die anderen Bataillone vertheilt, die fehlenden wurden neu aufgestellt4). 1866 wurde das Depöt-Bataillon completiert und erneuert in das 7. Feld- Bataillon umgewandelt, dagegen ein neues Depöt-Bataillon errichtet. Nach dem Feldzuge 1866 wurden alle Bataillone auf vier Compagnien, das Depöt- Bataillon auf den Cadre-Fuss gesetzt, daher in jedem Bataillon die Compagnien mit den höchsten Nummern aufgelöst5). Nach dem Organisations-Statute vom .Jahre 1867 (Allerhöchste Entschliessung vom 10. Februar) hatte der Ivriegs-Stand des Regiments aus sieben Feld-Batail­lonen zu vier Compagnien, einem Depöt-Bataillon zu sieben und zwei Reserve­o K. A., H. K. E. 1815, K. N. 6020. 2) Das 1. Bataillon gab die beiden Compagnien Nr. 5 und 6, das 2. jene Nr. 7 und 8 an das neue 2. Bataillon ab, die Compagnien Nr. 9—12 des letzteren bildeten nun­mehr das 3. Bataillon, die Compagnien Nr. 13—16 dieses Bataillons bildeten das neue 4. Bataillon, während aus den Compagnien Nr. 17, 18 dieses, sowie Nr. 19. 20 des bisherigen 4. das neue 5. entstand, die Compagnien Nr. 21—24 des alten 4. Bataillons endlich for­mierten das neue 6. Das 7. Bataillon wurde neu aufgestellt. 8) Von November 1860 bis Mai 1862 bestand erneuert ein Depöt-Bataillon von vier Compagnien. 4) Die Compagnien Nr. 25, 26 des 7. wurden als 5. und 6. in das 1., jene Nr. 27 und 28 als 11. und 12. in das 2. Bataillon eingetheilt, vom 8. Bataillon kam die 29. Compagnie als neue 17. in das 3., die 30. als neue 23. in das 4.. die 31. als neue 29. in das 5.. endlich die 32. als neue 35. in das 6. Bataillon. Die noch fehlenden Flügel-Compagnien des 3., 4., 5. und 6. Bataillons (Nr. 18, 24, 30, 36) wurden neu aufgestellt. 5) Der 1864 erfolgten in Anmerkung 4 geschilderten Vermehrung entsprechend.

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