Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 1. (1898)
Die Fuss-Truppen - I. Infanterie - Die Infanterie-Regimenter Nr. 1-102.
— 490 — 2. Bataillon bei Belluno, Castelfranco (standhafte Vertheidigung des Ortes gegen mehrfache Uebermacht); das Regiment bei Bassano, am Cismone (fünf Compagnien), bei Caldiero1) (viel verloren), endlich bei S. Martino und S. Michele im Feuer gestanden. Die Grenadiere (Bataillon Chimani) bei St. Johann, Feistritz und Yillanuova gefochten. 1814 das Regiment in der Schlacht am Mincio nicht in das Feuer gekommen, in derselben nur die Grenadiere mit besonderer Bravour gefochten. Hiller. 1815 bei der gegen Murat operierenden Armee eingetheilt, fochten vier Compagnien als Vorhut am 2. Mai, das Regiment am 3. Mai bei Tolentino (Macerata). Major Johann von Nagy, Hauptmann Franz Szekelly sich hervorgethan; später Einschliessung von Pescara, dann nach Süd-Frankreich. Die Grenadiere in Frankreich, ohne Gefecht. 1821 bei der Occupation von Neapel, ohne Gefecht, dann nach Sicilien. Erzherzog Leopold. 1848 anfänglich gegen die Serben verwendet, wurde das Regiment (1. und 2. Bataillon) später von Temesvár nach Pest und Komorn verlegt, da sich jedoch Officiere, wie Mannschaft weigerten, den Eid auf die ungarische Constitution zu leisten, erhielt es die Bestimmung nach Italien, kam jedoch nicht mehr zur Action. Die Grenadiere (Bataillon Laiml) anlässlich der März-Unruhen in Wien, dann nach Süd-Tyrol, später bei der Armee in Italien, ohne in das Feuer zu kommen. 1849 das Regiment an der Schlacht bei Novara mit gewohnter Auszeichnung theilgenommen. Das 2. Bataillon stand beide Jahre in Dalmatien. Die Grenadiere nicht in das Feuer gekommen. Für Auszeichnung in diesen beiden Feldzügen wurden decoriert mit: LO. Regiments-Commandant Oberst Gustav Graf Degenfeld-Schonburg; Major Rudolph Brehm. MVK. Die Hauptleute Johann Molitor, Johann Shimatovich, Theodor Freiherr von Radossevich, Franz Schreyer, Daniel Horváth; die Oberlieutenants Johann Ballacs, August von Kontsek; die Unterlieutenants Matthias Szallay und Alfred Freiherr von Schölten. 1859 war das Regiment (drei Feld-, ein Grenadier-Bataillon) im 7. Corps Zobel eingetheilt; Abtheilungen waren in den Gefechten an der Sesia und bei Vercelli; das Regiment focht bei Palestro, Magenta, wo es sich durch musterhafte Ordnung und Ausdauer auszeichnete, endlich bei Solferino (Kämpfe um Cavriana). Das 4. Bataillon Besatzung in Verona. Decoriert wurden mit: LO. Regiments-Commandant Oberst Emerich von Fleischhacker. EKO. 3. Oberstlieutenant Michael Freiherr von Augustin; die Majore Gustav König und Peter Csikós; Hauptmann Johann Zach. MVK. Regiments-Commandant Oberst Fleischhacker; die Majore Peter Csikós und Eduard Wittmann von Neuborn; die Hauptleute Stephan Gyirrisevic und Philipp d’Albini; Oberlieutenant Adolph Robiezek; die Unterlieutenants Friedrich von Bosio, Carl Dubsky und Emil Vidale. 1866 erneuert auf dem Kriegs-Schauplatze in Italien, focht das Regiment im 5. Corps bei Custozza. Das 4. Bataillon Besatzung in Mantua, später im Brückenkopf von Borgoforte, sich während der eilftägigen Vertheidigung brav gehalten. Decoriert würden mit: EKO. 3. Regiments-Commandant Oberst Freiherr von Dahlen. MVK. Die Hauptleute Ferdinand Swoboda, Spiridion Mitrovic und Peter Kokotovic. *) *) Die Relation des französischen Generals Vaudencourt, welcher den Angriff anf ein von diesem Regimente vertheidigtes Werk commandierte, bezeichnete das Verhalten desselben als ein sehr tapferes.