Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 1. (1898)

Die Fuss-Truppen - I. Infanterie - Die Infanterie-Regimenter Nr. 1-102.

— 372 Für Auszeichnung in diesem Feldzuge wurden aussertourlich in die nächst höheren Chargen befördert: Oberstlieutenant Grenadier-Bataillons­Commandant Heinrich Teschner; die Majore Yincenz Graf Morzin und Joseph Richter; die Hauptleute Latscher und Joseph Bieber; ausser diesen noch neun Officiere belobt. 1800 machte das Regiment einige Gefechte in Bayern mit, so bei Blau­beuren, Donauwörth, Neuburg u. A., war in der Schlacht bei Hohenlinden und kam auf dem Rückzuge noch bei Salzburg und Frankenmarkt in das Feuer. Die Grenadiere bei Engen, an der Iller und hei Hohenlinden (versprengt) gefochten. Erzherzog Maximilian. 1805 mit vier Feld- und dem Grenadier- Bataillon bei der Armee in Deutschland, Corps Riesch; ein Bataillon Gefecht bei Riedheim. Das Regiment auf dem Rückzuge nach dem Gefechte hei Jungingen von feindlicher Cavallerie umringt, grösstentheils niedergemacht und gefangen, der Rest (fünf Compagnien) sich zum Corps Werneck durchgeschlagen, mit diesem am 18. October bei Trochtelfingen in Kriegsgefangenschaft gerathen. Argenteau. 1809 im 1. Corps (Bellegarde), eingetheilt, kam das Regiment (drei Bataillone) in Bayern nicht in das Feuer, focht aber später bei Aspern, Wagram und Znaym. Oberlieutenant Matthias Dittmeyer für hervorragende Bravour bei Wagram mit dem MTO. decoriert. Die Grenadiere (Bataillon Leiningen) bei Hausen, Aspern, Wagram und Znaym mit Auszeichnung gefochten. 1813 in der Haupt-Armee eingetheilt (1. und 2. Bataillon), focht das Regiment bei Dresden, Kulm und Leipzig. Die Grenadiere bei Dresden gefochten, sich bei Dölitz (Leipzig 18. October-) tapfer gehalten; der Commandant des Bataillons, Oberstlieutenant Carl Frei­herr von Call für vorzügliche Führung desselben den MTO. erhalten. 1811 das Regiment bei der Blockade von Auxonne, dann in der Süd- Armee Gefechte bei St. Georges und Yoreppe; ein Bataillon in der Brigade Scheither, Sicherung der Etapen-Linie Ohälons-Givry. Die Grenadiere bei der Belagerung von Besancon. 1815 das Regiment in Süd-Frankreich, ohne Gefecht, ein Bataillon bei der Blockade von Hüningen. Die Grenadiere bei der Cernierung von Schlettstadt. Khevenhüller. 1848 waren das 1. und 2. Feld-, ferner das 1. Land­wehr-Bataillon bei der Einnahme von Wien und rückten die beiden ersteren dann nach Ungarn, letzteres in Wien in Garnison verblieben. Die Grenadiere (Bataillon Rattay) Unterdrückung des Aufstandes in Prag, dann Einnahme von Wien. 1849 das Regiment (1. und 2. Bataillon) bei der Cernierung von Komorn, dann im Sommer-Feldzuge (1., 2. und .Landwehr-Bataillon) im Corps Bamberg, in welchem es an den Gefechten bei O - Besenyő, Albrechtsflur, Csatád, der Schlacht von Temesvár und der weiteren Verfolgung des Feindes theilnahm. Die Grenadiere Schlacht bei Kápolna, Treffen bei Komorn (26. April), Schlachten bei Pered, Puszta-Herkály und Temesvár mitgemacht. Für Auszeichnung in diesen beiden Feldzügen wurden decoriert mit: LO. Major Alois Müller. MVK. Regiments-Inhaber FZM. Graf Khevenhüller; Regiments-Com- mandant Oberst Yincenz Graf Künigl; die Grenadier-Bataillons-Commandanten Oberst Moriz Graf Braida und Oberstlieutenant Joseph Rattay; die Majore Alois Müller und Friedrich Gerber; die Hauptleute Johann Rukavina von Vidovgrad, Carl Graf Pötting, Carl Lanz, Emanuel Freiherr von Henniger; die Oberlieutenants Eduard Hausner, Alexander Graf D’Ambly, Ludwig Rainer von und zu Lindenbüchl, Moriz Edler von Stenitzer, Franz Marat, Carl von Boltog; die Unterlieutenants Heinrich Schmidt und Joseph Melzer. 1859 im 9. Corps (Schaaffgotsche), eingetheilt, zeichnete sich das Regiment unter seinem Commandanten Obersten Fürst Windisch - G raetz in der

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