Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 1. (1898)

Die Fuss-Truppen - I. Infanterie - Die Infanterie-Regimenter Nr. 1-102.

Hieronymus Colloredo. 1812 beim Auxiliär-Corps Schwarzenberg emgetheih, zeichnete sich das Regiment (1. und 2. Bataillon) in der Schlacht bei Podubnie aus (besonders belobt) und nahm noch an den Gefechten bei Turisk (Kowel) und Ljuboml theil. Kegiments-Commandant Oberst Andrássy, Major Porubszky unter den Ausgezeichneten genannt, Beide wurden befördert. 1813 mit zwei Bataillonen in der Haupt-Armee eingetheilt, focht das Kegiment bei Dresden (nur am ersten Schlachttage zur Verwendung gekommen), mit Auszeichnung bei Kulm und Leipzig (Kämpfe um Markleeberg, Erstürmung von Dölitz, 18. October); ein Bataillon Gefecht bei Hochheim. Kegiments-Commandant Oberst Rétsey wurde für seine hervorragenden Leistungen mit dem MTO. decoriert, mehrere Officiere belobt. Die Grenadiere (Bataillon Kramer) in der Donau-Armee bei Hanau tapfer gefochten. 1811 kam das Regiment in der Haupt-Armee bei Troyes und Montereau in das Feuer; später im Verbände der Süd-Armee, bei welcher auch das aus den Erblanden nacbgerückte 3. Bataillon sich befand, kämpfte dasselbe bei Mapon, St. Georges und vor Lyon, endlich noch das 2. Bataillon (Major Corbey) bei Romans. Die Grenadiere in der Haupt-Armee bei la Ferté-sur-Aube, la Fére- Champenoise und Charenton in Verwendung gekommen. Der beim Generalstabe zugetheilte Oberst Joseph de Dort wurde für seine Verdienste in diesem Feldzuge mit dem LO. decoriert. 1815 stand das Regiment bei der Cernierung von Schlettstadt, wo das 1. Bataillon, Major Corbey, Gelegenheit fand, in dem Gefechte am 1. Juli seinen alten guten Ruf zu bewähren. Das 4. Bataillon, stand am Ober-Rhein, die Grenadiere ebenfalls vor Schlettstadt, ohne in Action zu treten. 1821 Feldzug in Neapel, ohne Gefecht. Gyulai. 1848 stand das Regiment unter seinem Commandanten Oberst Benedek in Italien in der Garnison Pavia und bewirkte seinen Rückzug nach Mantua, von wo aus Abtheilungen an den Gefechten bei Marcaria, gli Angeli, Montanara, Curtatone theilnahmen. Das Regiment focht ferner mit Auszeichnung bei dem Angriffe auf die verschanzten Linien von Montanara— Curtatone (29. Mai) und Goito, kam aber bei der Vorrückung auf Mailand nicht mehr in das Gefecht. Einzelne Abtheilungen nahmen später an den Streifungen gegen die Insurgenten (Freischaaren Garibaldi’s) bei Como und am Lago Maggiore theil. (Erstürmung des Monte Bisbino.) 1849 erwarb sich das Regiment in der Division Erzherzog Albrecht in der Schlacht bei Mortara, sowie in jener von Novara, in welch’ beiden es hervorragenden Antheil an dem siegreichen Ausgange nahm, neuen Ruhm. Später kämpfte dasselbe noch bei der Einnahme von Livorno und nahm an der Expedition gegen Garibaldi theil. Die Grenadiere (Bataillon Freysauff) an dem Strassenkampfe in Mailand theilgenommen, im weiteren Verlaufe der beiden Feldzüge nicht mehr in das Feuer gekommen. Das in Ungarn stationierte 3. Bataillon kämpfte, den Befehlen des ungarischen Ministeriums gehorchend, gegen die kaiserlichen Truppen. Für ihre Leistungen in diesen beiden Feldzügen wurden decoriert mit: LO.-GK. und MVK. Regiments-Inhaber FML. Graf Gyulai. MTO., LO.-C. und MVK. Regiments - Commandant Oberst Benedek (auch aussertourlich zum GM. befördert). LO. Die Oberstlieutenants Alexander Graf Kielmansegg und Carl Ritter von Frank. EKO. 3. Die Majore Stephan Seyffert, Ludwig von Ga ál; die Haupt­leute Friedrich Kiebast, Heinrich Graf Andlau-Homburg, Alois Graf Pötting et Persing; die Oberlieutenants Anton Wagenbauer, Carl Quickl, Stephan von Tóth und Franz Gar eis. MVK. Die Hauptleute Friedrich Kiebast, Carl Brendel, Joseph Ritzinger, Julius Graf Pötting, Adolph Humner, Johann Schnitzky,

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