Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 1. (1898)
Die Fuss-Truppen - I. Infanterie - Die Infanterie-Regimenter Nr. 1-102.
— 355 — 1758 ein Detachement Vertheidigmig von Schweidnitz (wurde kriegsgefangen), das Regiment mit Auszeichnung bei Hochkirch gefochten; die Grenadiere noch hei Kronau. 1759 nahm es an dem Treffen hei Maxen theil, die Grenadiere sich ausgezeichnet. 1760 im Verbände der Reichs-Armee, Vertheidigung von Dresden; später zeichnete sich das Regiment in dem Treffen von Strehlen erneuert aus. 1761 Erstürmung von Schweidnitz, Major Link aussertourlich zum Oberstlieutenant befördert 1762 abermals im Verbände der Reichs-Armee, gerieth ein Detachement (circa 340 Mann) hei Döbeln in Kriegsgefangenschaft; ein anderes war in dem Gefechte bei Einsiedeln, ein Bataillon unter Hauptmann De Vins im Gefechte hei Teplitz. In den Kämpfen hei Freiberg (14. und 29. October) Regiments-Commandant Oberst Graf Khevenhüller sich ausgezeichnet. 1778—1779 Regiment, sowie Grenadiere (Bataillon Franz Graf Corti) bei der Haupt-Armee in Böhmen, ohne Gefecht. 1788 ursprünglich (1787) nach den Niederlanden bestimmt, rückte das Regiment (1. u. 2. Bataillon) auf den Kriegs-Schauplatzvnach Nieder-Ungarn und nahm in der Haupt-Armee an der Belagerung von Sabac (Leib-Bataillon unter Oberst Graf Sztáray ausgezeichnet), dem Rückzuge nach Karansebes und. dem Ueberfalle auf Üj-Palanka theil. Hauptmann Joseph Ziggan erhielt für besondere Auszeichnung hei letzterem den MTO. Das hei dem croatischen Corps eingetheilte 3. Bataillon die Belagerungen von Duhica und Novi (Erstürmung) mitgemaoht. Die Grenadiere (Bataillon Spielmann) in der Haupt-Armee, Rückzug nach Karansebes. 1789 standen alle drei Bataillone in der Haupt-Armee; hei Mehadia (Lazu-Mare) nur ein Bataillon im Feuer gestanden; das Regiment inclusive Grenadiere sodann hei der Belagerung von Belgrad. Oberstlieutenant Nico- letti, Commandant des Grenadier-Bataillons, dann Major Wilhelm Per ge, Hauptmann Marcant und Unterlieutenant Émerich von Bakonyi bei dem Sturme am 30. September sich ausgezeichnet. 1790 das 1. und 2. Bataillon nach den Niederlanden gerückt (Execution in Lüttich), das 3. in Galizien, das 4. (neu aufgestellt) an die Save, ohne mehr an einer Action theilzunehmen. Sztáray. 1792 das Leib- und Oberst-Bataillon auf dem Kriegs-Schauplatze in den Niederlanden, Gefechte hei Frameries und Florennes (Oberst- Bataillon), Belagerung von Lille, Gefecht bei Baisieux (zwei Compagnien). Die Grenadiere (Bataillon Leeuven), Gefecht hei le Cocq, Schlacht von Jemappes. Major Malowetz belobt. 1793 in den ersten Gefechten nur wenig engagiert, focht das Regiment unter Oberst Grueber mit Auszeichnung hei Neerwinden, Löwen, der Belagerung von Valenciennes (Gefecht bei Soultain), ferner vor Dünkirchen und nahmen später einzelne Abtheilungen desselben an den Gefechten bei Cysoing, Lannoy (Menin) u. A. theil. Die Grenadiere bei Aldenhoven, Neerwinden, Valenciennes, Raismes, Famars, Templeuve und Maubeuge gefochten, wiederholt belobt. 1794 stand das Regiment im Corps Clerfayt, focht mit Auszeichnung bei Moescroen, Courtray, Ingelmunster, Hooglede, Ypern. Die Grenadiere vor Landrecies, bei laMarcq, Tournay, Fleurus, Grand-Manil ebenso brav gefochten. OberstlieutenantBaron Malowetz, Commandant des Grenadier-Bataillons, wiederholt wegen guter Führung desselben belobt, ebenso Hauptmann Joseph Munkácsy. 1795 Regiment, sowie Grenadiere in der Ober-Rhein-Armee, ersteres vor Mannheim, Erstürmung des Galgenherges, letzteres hei Neckarau, an der Pfrimm, bei Frankenthal und Flomersheim gekämpft. Oberlieutenant Johann Hranaky vor Mannheim (10. November) sich den MTO. erworben (1801). 23*