Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 1. (1898)

Die Fuss-Truppen - I. Infanterie - Die Infanterie-Regimenter Nr. 1-102.

— 289 — Anerkennung hervorragender Leistungen Hauptmann Pénz und Oberlieutenant Wilhelm von Ottentkal aussertourlich befördert. Die Grenadiere, im Beserve-Corps eingetheilt, kamen in diesem Feld­zuge nicht in das Feuer. Das Ende 1813 auf den Kriegs-Schauplatz abgerückte Beserve-Bataillon in der Süd-Armee, Gefechte bei Mapon und Yoreppe. Das 3. Bataillon auf Pest-Oordon in Siebenbürgen verwendet, dann wieder nach Galizien. 1815 war das Begiment nach Italien gerückt und machte im Corps Frimont den Uebergang über die Alpen und die Forcierung der Jura-Pässe mit, bei welcher Gelegenheit die Truppen durch aussergewöhnliche Marschleistungen, Ueberwindung von Schwierigkeiten unter ungünstigen Verhältnissen, Beweise von Disciplin und gutem Geiste ablegten, jedoch wenig Gelegenheit hatten, in das Feuer zu kommen. Die Grenadiere (Bataillon Május) im Beserve-Corps bis Fontainebleau vorgerückt. Lucca, dann Parma. 1848 nahmen Abtheilungen, des anfänglich nicht vereint auf demKriegs-Schauplatz aufgetretenenBegiments an folgenden Affairen theil und zwar: Das 1. Bataillon Kämpfe vor und Einnahme von Wien, dann als Be­satzung daselbst verblieben; das 2. Bataillon als Besatzung in Krakau; das 3. Bataillon im Corps Puchner in Siebenbürgen, Gefecht bei Szamosfalva, Entsatz von Klausenburg, Treffen bei Deés, dann im Burzenland gegen die Székler (Gefechte bei Hidvég und Marienburg). Das 1. Landwehr-Bataillon bei Unterdrückung der Unruhen in Lemberg thatkräftig mitgewirkt, dann im Corps Schlik Vorrückung nach Ungarn, Gefecht bei Budamér. 1849 war dieses Bataillon in der Schlacht bei Kaschau und focht mit Auszeichnung am Branyiczko-Passe, dann bei Verpeléth, Tiszafüred und Isaszeg. Das 2. Bataillon in der Colonne Vogel, Gefecht bei Hniletz, dann auf die Schütt. Eine Compagnie desselben, in der Colonne Frischeisen, bei Turcsek gefochten, dann bei der Vorrückung nach Kaschau eine selbstständige Verwendung erhalten und ein Gefecht bei Eperies bestanden. Das 3. Bataillon in Siebenbürgen, bei Stolzenburg, Salzburg, Piski, Mediasch, Zeiden und am Tömöser Pass gefochten, dann Bückzug in die Walachei. Eine in Galizien zurückgebliebene Division dieses Bataillons bei den zur Cooperation mit den Truppen des Obersten Urban in der Bukowina be­stimmten Truppen, Gefecht bei Zsoszény; das 4. Bataillon Besetzung der Karpathen-Uebergänge bei Delatyn. Das 1. Bataillon aus Wien und der Begiments-Stab aus Galizien waren im Juni auch nach Ungarn gerückt und kamen auf die Schütt, wo nunmehr das 1. und 2. Feld- und 1. Landwehr-Bataillon vereinigt standen. Im Sommer-Feldzuge fochten diese Abtheilungen bei Baab, vor Komorn, dann bei Makó und Dreispitz. Das 3. Bataillon erneuerte Vorrückung nach Siebenbürgen, Gefechte bei Szepsi—Szent-György, Szemerja, Kászon—Újfalu. Das 4., anfänglich mit dem russischen Corps vorgerückt, dann zur Deckung der Comunicationen verwendet. Die Grenadiere (Bataillone von der Trenck), welche 1848 ebenfalls bei der Unterwerfung von Lemberg mitgewirkt hatten, im Sommer-Feldzug 1849 bei Schintau, Pered, Komorn (Puszta-Herkály, 11. Juli), Szöreg und Temesvár gekämpft. Für Auszeichnung in diesen beiden Feldzügen erhielten: EK0.3. Major Wladimir Graf Daun (Commandant des 3. Bataillons); Hauptmann Carl Freiherr Fürth von Br ever, Eduard Cal vas; Ober­lieutenant Anton Freiherr von Moltke. MVK. Begiments-Commandant Oberst Herzmanowsky1); die Haupt­leute Eduard Oswalt, Johann Ansion, Hugo Freiherr von Handel, Franz J) Für Auszeichnung in seinem früheren Regiment (Erzherzog Stephan Nr. 58). Geschichte der k. und k. Wehrmacht. I. Bd. 19

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