Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 1. (1898)

Die Fuss-Truppen - I. Infanterie - Die Infanterie-Regimenter Nr. 1-102.

— 267 — 1758 Schlacht bei Hochkirch. 1759 Schlacht bei Kunersdorf, hier sich die Grenadiere besonders aus­gezeichnet (zwei Bataillone unter Führung des Obersten Normann des Regiments); Grenadier-Hauptmann Christian Binder von Kriegeistein wurde mit dem MTO. decoriert. 1760 die Grenadiere erneuert sich durch Vertheidigung von Amsdorf hervorgethan; das Regiment bei Torgau gefochten, ein Bataillon das Dorf Siptitz tapfer vertheidigt. Das 3. Bataillon Besatzung in Glatz. 1761 ein Bataillon bei der Erstürmung von Schweidnitz. 1762 gehörte das Regiment in den Verband der Reichs-Armee und zeichnete sich bei Freiberg aus. Gemming en. 1778/79 Regiment und Grenadiere (Bataillon Carrato) bei der Armee in Böhmen, ohne an einer grösseren Action theilzunehmen. 1792 zwei Bataillone bei der Armee am Nieder-Rhein, Vertheidigung von Pellingen. 1793 Belagerung und Einnahme von Maynz, das Oberst-Bataillon bei Einnahme der Weissenburger Linien sich airsgezeichnet. Die Grenadiere (Bataillon Walsch) in den Niederlanden, Erstürmung des Camp César, dann Belagerung von Maubeuge. 1794 war das Regiment auf den Kriegs-Schauplatz nach den Nieder­landen gerückt und machte die Kämpfe an der Sambre, Schlacht bei Tourcoing, dann Gefecht bei Sprimont mit; ein Bataillon Vertheidigung von Charleroi. Die Grenadiere an der Sambre, bei Erquelinnes, Charleroi u. a. O. gefochten. 1795 das Regiment und die Grenadiere bei der Belagerung von Mannheim; Grenadier-Hauptmann Franz von Merville, welcher mit einer Grenadier- und einer Füsilier-Compagnie eme Flesche im heftigsten Feuer, ohne einen Schuss zu thun, erstürmte und später gegen wiederholte Angriffe behauptete, erwarb sich den MTO. Drei Compagnien unter Hauptmann Czermak ein glänzendes Gefecht bei Elmstein bestanden. 1796 ein Bataillon in der Schlacht bei Würzburg, ein Bataillon bei der Belagerung von Kehl. Hauptmann Ernst von Oberdorf für wiederholt bewiesene Tapferkeit nachträglich (1801) mit dem MTO. decoriert. Die Grenadiere bei Kuppenheim, Malsch, Würzburg und vor Kehl. Commandant des Bataillons, Oberst Pietsch des Regiments, sich wiederholt ausgezeichnet. 1797 die Grenadiere nach Italien gerückt, nicht mehr in Action getreten. 1799 erneuert auf dem Kriegs-Schauplatze in Deutschland, machte das Regiment unter seinem Commandanten Oberst Pietsch in der Schlacht hei Stockach einige glänzende Bajonnett-Angriffe, kam dann in die Schweiz und zeichnete sich erneuert bei Frauenfeld aus, wo es viel verlor, dann Schlacht bei Zürich; eine Division Wittikon tapfer vertheidigt; in dem zweiten Gefechte hei Wittikon schlug sich eine bereits von Uebermachij umringte Division, in Carrés formiert, durch. Die Grenadiere (Bataillon Juch) bei Stockach sich ausgezeichnet, dann Schlacht bei Zürich, endlich vor Mannheim. 1800 stand das Regiment in Bayern und kämpfte nur bei Hohenlinden. Die Grenadiere bei Engen, Möskirch, Biberach, Hohenlinden gefochten, dann Rückzugs-Gefecht bei Strasswalchen. 1805 war das Regiment zur Armee nach Deutschland bestimmt, gelangte jedoch nur bis Waldmünchen in der Ober-Pfalz, wo es durch die Vorrückung Bernadotte’s von der Armee abgeschnitten verblieb, sich dann mit dem Corps des Erzherzogs Ferdinand vereinigte und unter Oberst Wacquant mit Aus­zeichnung bei Stecken focht.

Next

/
Thumbnails
Contents