Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 1. (1898)

Die Fuss-Truppen - I. Infanterie - Die Infanterie-Regimenter Nr. 1-102.

- 203 — 1795 nahm das Regiment an der Erstürmung des feindlichen Lagers vor Maynz unter seinem Commandanten Oberst Schellenberg, welcher 1796 hiefür den MTÜ. erhielt, hervorragenden Antheil imd focht noch hei Meissenheim, die Grenadiere standen vor Mannheim. 1796 focht das Regiment nach einigen unbedeutenden Vorposten-Gefechten mit Auszeichnung bei Malsch, Oberstlieutenant Graf Plunquet belobt; das Oberst-Bataillon sodann als Besatzung in Mannheim; die beiden anderen bei Cannstadt, Neresheim, Neumarkt, Burgebrach, Würzburg (Gefecht), Wetzlar mit wiederholter Auszeichnung gefochten; das Oberst-Bataillon Ueberfall auf Kehl, Schlachten bei Emmendingen und Schliengen, endlich Belagerung von Hüningen. Die Grenadiere bei Prankenthal, Malsch, Neumarkt, Amberg, dann Be­lagerung von Kehl; Oberstlieutenant Reisinger, Commandant des Grenadier- Bataillons, wiederholt belobt. 1797 das Regiment an den Kämpfen bei Neuwied und Diersheim betheiligt, bei Vertheidigung von Frankfurt a. M. Oberlieutenant Brzezinsky sich hervor- gethan, aussertourlich zum Capitain-Lieutenant befördert. Die Grenadiere vor Kehl. 1799 stand das Regiment auf dem Kriegs-Schauplatze in Deutschland; in dem Treffen bei Ostrach vier Compagnien unter Hauptmann F Öls eis bei Einnahme des Steisslinger Waldes, das Regiment bei Stockach mit Auszeichnung gefochten; später bei St. Georgen, Andelfingen, Winterthur nnd Zürich. Die Grenadiere (Bataillon Bojakowsky) bei Stockach sich hervorgethan, bei Zürich wenig in das Feuer gekommen, dann Erstürmung von Mannheim. Der Commandant des Grenadier-Bataillons, Major Baron Bojakowsky des Regiments und Oberlieutenant Graf Sinzendorff sich besonders hervor­gethan. 1800 das Regiment im Vorarlbergischen in den Gefechten bei Schongau; Major Fürst Liechtenstein sich ausgezeichnet (schwer verwundet, gefangen); Lieutenant Baron Vauthier seinen Posten bei Ober-Ammergau heldenmüthig gegen Uebermacht vertheidigt. Das Regiment kämpfte bei Hohenlinden, Rosen­heim und Lambach. Die Grenadiere bei Engen sich hervorgethan, bei Möskirch gefochten, bei Hohenlinden nach tapferem Widerstande versprengt, gefangen, die Reste auf dem Rückzuge noch bei Anthering und Winsbach gekämpft. 1801 Major Fürst Liechtenstein für Auszeichnung bei Schongau nachträglich den MTO. erhalten. 1805 mit vier Feld- und dem Grenadier-Bataillon auf dem Kriegs­schauplätze in Deutschland, focht das Regiment bei Haslach-Elchingen, am Michaelsberg und gerieth in Folge der Capitulation von Ulm in Kriegs­gefangenschaft. 1809 mit drei Bataillonen im 3. Corps (Hohenzollern) eingetheilt, focht das Regiment bei Thann (Hausen) mit grossen Verlusten. Oberst Winzian, Major Odkolek, sowie das ganze Regiment im Allgemeinen belobt; ferner bei Eggmühl, Urfahr-Linz, endlich bei Wagram unter dem Interims-Regiments- Commandanten Oberstlieutenant Lass erneuert sich hervorgethan. Die Grenadiere (Bataillon Oklopsia) bei Regensburg, Aspern, Wagram und Znaym brav gefochten. Liechtenstein. 1812 zwei Bataillone unter den als Verstärkung zum Auxiliar-Corps Schwarzenberg gerückten Truppen, ohne mehr in das Gefecht zu kommen (bei Kobrin). 1813 in der Armee-Abtheilung Klenau eingetheilt, kam das Regiment bei Dresden nicht in das Feuer, focht bei Leipzig (16. October Liebertwolkwitz, 18. Holzhausen) und kam dann zur Cernierung von Dresden. Die Grenadiere (Bataillon Frisch) in der Donau-Armee bei Hanau sich ausgezeichnet. Das 1. iandwehr-Bataillon im Herbste nach Italien, auf Cordon an der Etsch, das combinierte Landwehr-Bataillon (Nr. 12 und 15) Besatzung in Königgrätz.

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