Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 1. (1898)

Die Fuss-Truppen - I. Infanterie - Die Infanterie-Regimenter Nr. 1-102.

— 185 1797 das Regiment in Folge Capitulation von Mantua kriegsgefangen. Die Grenadiere zur Armee nach Italien, Gefecht bei Neumarkt. Yacat Kheul. 1799 anfänglich als Besatzung in Venedig stehend, kam das Regiment im Juli zur Belagerung von Mantua, focht mit besonderer Aus­zeichnung bei Novi, dann bei Savigliano, an der Stura, bei Cuneo und Mondovi. Die Grenadiere (Bataillon Weber) bei Verona, (Magnano), an der Trebbia, bei Novi, Beinette gefochten. 1800 war das Regiment an den Gefechten an der Riviera am Monte Ca- vallo und Ermetta (11. April) und Monte Bartolomeo betheiligt, in dem ersteren viel verloren; später stand dasselbe als Besatzung in Cuneo, gegen Ende des Jahres in Tyrol. Die Grenadiere bei Albissola, am Var, bei Marengo und Valeggio gefochten. 1801 war das Regiment in dem Gefechte bei Lovadina an der Piave. Anspach. 1805 stand das Regiment in Süd-Tvrol, nur das Grenadier- Bataillon bei der Armee in Italien, Schlacht bei Caldiero; bei dem späteren Rückzuge der Armee kamen einzelne Abtheilungen in den Nachhut-Gefechten bei Vicenza und an der Brenta in das Feuer. Anton Mittrowsky. 1809 mit zwei Bataillonen im 1. Corps (Bellegarde) eingetheilt, kam das Regiment in Bayern nicht in das Gefecht (bei Regensburg en reserve), focht jedoch mit besonderer Auszeichnung bei Aspern, ebenso bei Wagram und Znaym; das 3. Bataillon im Corps Am Ende in Sachsen, Ge­fechte bei Lützen und Dresden. Die Grenadiere (Bataillon Wieniavsky) ebenfalls bei Aspern, Wagram und Znaym gekämpft. Unter den Ausgezeichneten werden Regiments - Commandant Oberst de Vaux, Oberstlieutenant Freiherr von Weigl, Major Chevalier O’Daly und die Interims - Bataillons - Commandanten Hauptmann Leo Löwl und Peter Mazzetti, dann Regiments-Caplan Bernhard Hromadka genannt. Regiments-Arzt Dr. Valentin Knees erhielt GCEM. 1. Reisky. 1813 bei der Armee in Inner-Oesterreich eingetheilt, war das Regiment (1. u. 2. Bataillon) unter Oberst Weigl, welcher, sowie vier Offleiere belobt wurde, in dem Gefechte bei Feistritz; das nachgerückte 3. Bataillon sich in jenem bei Tarvis ausgezeichnet, zwei Compagnien bei Tóiméin. Später kamen das 1. und 3. Bataillon zur Blockade von Venedig, das 2. zu jener von Legnago (das Landwehr-Bataillon nachgerückt). Die Grenadiere (Bataillon Hromada) in der Donau-Armee bei Hanau gefochten. Hauptmann Bernhard Weiss erwarb sich hier den MTO. 1814 focht das Regiment in der Schlacht am Mincio, in welcher es grosse Verluste erlitt und kam dann, inclusive des nachgerückten 4.- Bataillons, als Besatzung nach Mantua. Die Grenadiere bei der Haupt-Armee in Frankreich im Treffen bei la Ferté- sur-Aube und bei Charenton gefochten, dann Einzug in Paris. 1815 erhielt das Regiment erst Ende Juni den Befehl, zur operierenden Armee zu stossen, kam daher zu keiner Action mehr. Die Grenadiere am Rhein, dann Lager bei Dijon. Mazzuchelli. 1848 das 1. und 2. Bataillon standen in Olmütz, die Grena­diere (Bataillon Gaus) an den Kämpfen vor Wien betheiligt, dann als Garnison in Wien verblieben. Das 3. Bataillon im Corps Schlik die Gefechte bei Budáméi- und Szikszó mitgemacht, das Landwehr - Bataillon in Italien (Besatzungs- Truppe). 1849 war das 3. Bataillon in dem Treffen bei Kaschau, dem Gefechte bei Szinye und der Schlacht von Kápolna, dann in den Gefechten bei Hatvan und Isaszeg und vereinigte sich Ende April mit dem Regimente, welches, mittler­weile auf den Kriegs-Schauplatz gerückt, bei Nagy-Sarló gefochten hatte; ein Detachement, dem Regimente Erzherzog Wilhelm Nr. 12 zugetheilt, die Ver- theidigung von Ofen mitgemacht. Vom Regimente nahm nunmehr das 1. Ba­taillon an den Gefechten bei Zsigárd, Szered und der Schlacht bei Pered theil und verblieb dasselbe (das Regiment) dann hei der Cernierung von Komorn,

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